Mit sich selbst muss man am längsten ein Leben führen. Man muss mit sich also am längsten zufrieden sein. Was bringt es mir, wenn ich jemand anderen glücklich machen kann, wenn ich mich selbst auf Dauer verletze. Eigene Bedürfnisse sollten bei jedem von uns im Vordergrund stehen und dennoch verlangt die Gesellschaft, dass wir möglichst selbstlos handeln. Doch leben wir in einer sozialen Gesellschaft? Nein. Ist eine soziale Gesellschaft eine solche, die Menschen betteln lässt? Eine solche, in denen es Menschen nur gut gehen kann, indem oder weil andere leiden? Eine, in der es nur um Geld gehen kann, damit wir überleben?
Wir machen uns selbst kaputt, sodass wir dann soziale Berufe in Anspruch nehmen können. Wir brauchen Hilfen zur Erziehung, weil wir verlernt haben, auf uns selbst zu hören.
Man muss mit sich selbst glücklich sein können. Kann man alleine glücklich sein? Hoffentlich. Es ist in dieser "sozialen" Gesellschaft ein Muss, meiner Meinung nach. Wenn man mit sich selbst nicht klarkommt und die Stille um einen ertragen kann, wird man auf Dauer nicht in der Lage sein in Gesellschaft zu leben. Man sollte sich selbst lieben können, bevor man anderen mit Liebe begegnet. Wie könnte man sonst mit negativer Kritik oder Zurückweisung umgehen durch welche die Allgemeinheit aber sehr geprägt ist? Wir müssen uns von der Masse abheben, um einen Job oder Anerkennung zu bekommen. Wir führen also Konkurrenz aus, um uns selbst zu schätzen. Dabei geht es uns gut, wenn wir besser / schneller / reicher / ... als andere sind. Uns geht es gut, wenn andere leiden. Aber manchmal müssen wir zurück stecken. Man muss begreifen, dass man nicht überall gut sein kann. Man erfährt Verlust oder setzt sich mit moralischen Grundansichten auseinander. Möglicherweise stellt man fest, dass man sich selbst nur über andere definiert. Was kann ich besser? Was kann ich schlechter? Aber die Frage nach dem "Was kann ich überhaupt?" oder "Was kann ich gut?" bleibt oft aus. Dabei ist das am Wichtigsten. Wir müssen versuchen ein positives Selbst zu erschaffen, damit wir es in der Gesellschaft aushalten werden. Einige Menschen werden uns zwar dabei helfen, doch sind wir auch oft auf uns gestellt und bekommen womöglich noch "Arschtritte".
So muss man sich im Kehrschluss auf sich selbst konzentrieren in einer Gesellschaft voller "Selbst" Fuß zu fassen. Kenne ich meine Bedürfnisse und Wünsche, wird es mir leichter fallen, mich darüber zu äußern und sie schließlich auch zu erlangen. Ich muss es schaffen, allein glücklich zu sein und mit mir und meinen Mitteln gut auszukommen. Unter sozialen Beziehungen könnte es mir dann leichter fallen. Im anderen Fall kann ich immer noch auf mich selbst zurück kommen.
Es ist ein Paradox, dass man als sozialer Mensch erst auf sich und dann auf andere schauen muss, um auf Dauer mit anderen Leben zu können, aber so verlangt es nun mal diese Gesellschaft. Es ist kaum noch einer für einander da. Sogar in familiären Sozialisationsprozessen werden die Schützlinge immer mehr allein gelassen und sind früh auf sich selbst gestellt. Möglicherweise eine Chance sich selbst kennenzulernen, aber auf jeden Fall ein Fehler im System einer sozialen Gesellschaft.
Verlässt man sich auf andere, ist man verlassen. Man selbst ist seines Glückes Schmied. Mit einem selbst muss man am längsten im Leben gut auskommen. Ich stehe mit meinem gesunden Egoismus im Mittelpunkt meiner selbst, versuche aber selbstlos zu handeln. ( -> Auszüge aus Gedanken und Zitaten)
Selbst - Sich Eigenständig Lieben Bevor man nur Sozial Träumt
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