Samstag, 3. Oktober 2015

Neuer Lebensabschnitt - Hoffnung?!

Ich ziehe aktuell in meine eigenen Wohnung nachdem ich ein halbes Jahr bei meinem Partner gewohnt habe. Ich hatte vorher schon Angst, dass es schief gehen würde und ich es früher oder später bereuen werde. Da ich gerade erst aus seiner Wohnung, die ihm nicht alleine gehört, raus bin, kann ich noch nicht beurteilen, ob ich diesen Schritt mit einer eigenen Wohnung bereuen werde. Allerdings fühle ich mich jetzt schon einsam. Sehr einsam.
Beim Umzug geht alles schief und ich schaffe es nicht rechtzeitig anzukommen bevor mein neuer Lebensabschnitt beginnen wird. So fiel ein Tag vorher mein Fahrer für meinen Umzug aus, das Möbelhaus machte einige ärgerliche Fehler und einige Möbelstücke bekomme ich einfach nicht in meine Wohnung transportiert. Dann kommt noch dazu, dass mein Partner dem Auszug aus seiner Wohnung nicht freudig gegenüber steht und mich dahingehend nicht komplett unterstützen kann. Er möchte sich erst bei mir wohlfühlen, wenn ich alles fertig habe. Und das schaffe ich später als gedacht. zu spät?  Ich weiß, dass er sich in einer anderen Wohnung sehr schlecht einleben kann und möchte. Und dass er nicht zu mir möchte macht mich zusammen mit der Tatsache, dass meine Freundin wieder weit weg muss sehr einsam. Einsam und nachdenklich. So überlege ich gerade, was für mich Sinn macht. Was möchte ich in meinem neuen Lebensabschnitt verändern und was möchte ich beibehalten? Macht eine Beziehung Sinn, die nicht auf die Dauer ausgelegt ist? Belaste ich mich wenn ich die Bindungen versuche aufrecht zu erhalten, auch wenn es auf die Dauer keinen Sinn macht? Werde ich am Ende verletzter sein, als wenn ich mein Leben einfach jetzt verändere?

Neben der Einsamkeit beschäftigt mich der Gedanke an meinen Partner ziemlich. Es wurde klar, dass wir niemals zusammen wohnen werden. Dass wir verschiedene Vorstellungen von einer Beziehung haben und dass er meiner Zukunfts- und Familienplanung nicht zustimmen kann. Ich weiß, dass es unter diesen Umständen schnell zu unlöslichen Konflikten und einer Trennung kommen kann, wenn die Zukunft gekommen ist. Ich frage mich nur wann diese Zeit gekommen ist und ob er seine Meinung bis dahin vielleicht ändern wird. Freiwillig ändern wird?! Ich habe Angst, dass er mich dann sehr stark verletzen muss und ich diese Zeit mit ihm dann versuche schlecht zu reden, da ich eine andere Person finden muss, die mein Leben bestimmen soll. Dabei möchte ich, dass er der Mann an meiner Seite ist, denn noch nie zuvor wurde ich so geliebt wie von ihm. Er macht mich zu einem anderen Menschen. Er schafft es, meine Wünsche an eine Beziehung im Sinne der Romantik zu erfüllen und zeigt mir, dass meine Vorstellungen von Nähe keine unrealistischen sind, wie ich es immer dachte. Diese Liebe und das bedingungslose Vertrauen erlebt man nur selten. Vielleicht ist genau das der Grund, was mich so traurig macht... Es macht auf Dauer keinen Sinn, wenn er seine Zukunft nicht mit mir planen möchte und wir verschiedenste Ansichten haben. Allerdings macht es auch keinen Sinn eine so intensive Liebe ziehen zu lassen. Ich fühle mich innerlich zerrissen und weiß nicht, wofür ich mich entscheiden werde. Ich möchte ihn nicht verlieren. Aber ich möchte genauso wenig in 2 Jahren da stehen und verletzt versuchen eine andere Beziehung aufzubauen, damit ich meine Pläne erfüllen kann. Mein Wunsch nach einer Familie, die zusammen wohnt und möglicherweise einen gemeinsamen Namen trägt.
Vielleicht ändere ich meine Sicht auch, Das wäre gut für meinen Partner und mich. Aber ich kann es mir schlecht vorstellen.

Mein neuer Lebensabschnitt beginnt in einer Woche. Ich werde sehen, was sich dann verändert. Ich hoffe, dass ich meinen Partner nicht aufgebe, dass ich ankommen werde und dass sich alles zum guten dreht. Und wenn ich mir meinen Post nochmal so durchlese, schreibe ich  optimistischer als es sich anfühlt. Die Hoffnung stirbt zuletzt ... Aber sie stirbt.

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