Seit ein paar Wochen, bin ich auf der aufrichtigen Suche nach mir selbst. Aslo mein wahres ICH, ohne Hormone. Was das im konkreten bedeutet: ich habe die verschriebenen Hormone, die Pille als Verhütungsmittel, abgesetzt. Für jeden, der mit diesem Thema nichts zu tun haben möchte oder lieber auf Wörter wie "Menstruation" oder "Zyklus" verzichtet, liest besser nicht weiter, auch wenn es hauptsächlich um Emotionen und Selbstreflexion gehen wird.
Wieso habe ich die Pille abgesetzt? Ich würde gern wissen, wie ich wirklich bin. Bin ich wirklich so launisch oder besteht die Chance auf ein "besseres" Ich?
Warum ich das öffentlich schreibe? Ich denke, dass einige Frauen darüber nachdenken ihre Hormone abzusetzen und ich möchte zeigen, was bei mir passiert.
Ich habe Hoffnung auf ein entspannteres Ich, aber auch falls das nicht passieren sollte, möchte ich mich auf jeden Fall wirklich kennenlernen. Ich frage mich, wie ich eigentlich wirklich bin? Bin ich wirklich so zickig und unentspannt? Bin ich wirklich so wenig affin auf Nähe?
Wenn ich eines Tages mal schwanger bin, verändert sich so viel und ich möchte dann nicht rätseln, ob es an dem veränderten Hormonhaushalt liegt oder an der Schwangerschaft. Ich möchte die Schwangerschaft spüren und jede persönliche Veränderung darauf schieben können. Ich möchte gern herausfinden, wie mein Körper natürlich ist. Ich meine, ich gehe mir selbst so oft in der Mitte meines Zyklus auf die Nerven, dass ich nicht weiß, wie es mein Umfeld mit mir aushält. Und außerdem sollten 9 Jahre Hormone eigentlich auch langsam reichen, oder?
Anlass dieser Veränderung waren zum Einen Freundinnen, die das schon durch haben und die nachlassende positive Wirkung meiner Pille. Ich bekam wieder Pickel, meine Menstruation wurde weniger, aber tat umso mehr weh. Ich brauchte meinen Partner nicht auf die Pillenpackung schauen lassen und er wusste anhand meiner Laune, wo in meinem Zyklus ich mich befinde... Man könnte meinen, dass diese Konstante, also der regelmäßige Stimmungsumschwung im Zyklus, positiv zu beurteilen ist, aber jetzt mal ehrlich: Ich hatte mindestens 7 Tage im Monat extrem schlechte Laune und Stimmungsschwankungen, und wie gesagt keine positive Nebenwirkung der Hormone mehr. Was hatte ich zu verlieren?
Persönlicher Tagebuch-Blog von jeuneetbelle Es sind hauptsächlich persönliche Eindrücke und Erlebnisse geschildert. Ich lade jeden ein, der sich hier rauf verirrt hat oder bewusst gesucht hat, mir Kommentare zu schreiben oder einfach stiller Leser zu sein. Viel Erfolg beim Lesen!
Dienstag, 23. Oktober 2018
Montag, 10. September 2018
Schlaflos
Seit einiger Zeit kann ich nicht mehr richtig schlafen. Also für meine Begriffe nicht richtig... Ich schlafe generell nicht sehr gut und im Schnitt reichen mir auch mal fünf Stunden, aber zur Zeit ist es etwas auffällig, wie schlecht ich schlafe.
Wenn ich zu Bett gehe, schlafe ich auch nach einer Stunde noch nicht ansatzweise ein - egal wie müde ich vorher war. Wenn ich dann endlich mal eingeschlafen bin, wache ich nach einer Stunde wieder auf und bin hellwach. Dann fängt das ganze von vorn an. So wache ich zur Zeit etwa fünf mal die Nacht auf und bin dann trotzdem ab 6 Uhr hell wach. Länger als 1,5 Stunden am Stück schlafe ich nicht. Da geht es mir auf der Couch manchmal besser, glaube ich. Wenn ich überlege, wann das so angefangen hat, dann fällt mir auch ein genauer Zeitpunt ein, aber das kommt mir alles ziemlich albern vor. Versuche ich dann noch logisch meine Träume einzuordnen, komme ich auf ein ähnliches Ergebnis.
Es sind richtige Albträume, in denen entweder Tod oder Leid eine große Rolle spielt. Ich wache dann auf und weine oder erschrecke mich. Ich brauche meine Zeit bis ich damit klar komme und wieder einschlafen kann. Allerdings sind es keine Liebeskummer-Träume mehr, wie ich sie schon einmal hatte. Ähnlich der Situation, die ich als Anlass meiner Träume vermute, kann ich in der Handlung nichts verändern. Ich kann nicht auf den Verlauf einwirken. Mich frustriert das in gewisser Weise, weil ich sonst meine Träume oft steuern konnte beziehungsweise wusste, dass ich träume. Diesmal ist es gefühlt sehr real und anschaulich, ich aber machtlos.
Ich habe mittlerweile nicht mehr die Angst ins Bett zu gehen, in dem Gedanken, dass ich ja wieder schlecht schlafen könnte. Ich habe es angenommen und bin recht sorglos. Ich habe gelernt, dass sich mein Körper den Schlaf holt, den er braucht. Auch vor den Träumen habe ich keine Angst, weil ich es mit den Jahren schlichtweg gewohnt bin.
Das was mich stört ist, dass ich scheinbar einfach nichts machen kann. Ich kann an dem Auslöser nichts ändern und an der entstandenen Situation erst recht nicht. Ich kann nur darüber reden beziehungsweise schreiben.
In diesem Sinne: Gute Nacht!
Wenn ich zu Bett gehe, schlafe ich auch nach einer Stunde noch nicht ansatzweise ein - egal wie müde ich vorher war. Wenn ich dann endlich mal eingeschlafen bin, wache ich nach einer Stunde wieder auf und bin hellwach. Dann fängt das ganze von vorn an. So wache ich zur Zeit etwa fünf mal die Nacht auf und bin dann trotzdem ab 6 Uhr hell wach. Länger als 1,5 Stunden am Stück schlafe ich nicht. Da geht es mir auf der Couch manchmal besser, glaube ich. Wenn ich überlege, wann das so angefangen hat, dann fällt mir auch ein genauer Zeitpunt ein, aber das kommt mir alles ziemlich albern vor. Versuche ich dann noch logisch meine Träume einzuordnen, komme ich auf ein ähnliches Ergebnis.
Es sind richtige Albträume, in denen entweder Tod oder Leid eine große Rolle spielt. Ich wache dann auf und weine oder erschrecke mich. Ich brauche meine Zeit bis ich damit klar komme und wieder einschlafen kann. Allerdings sind es keine Liebeskummer-Träume mehr, wie ich sie schon einmal hatte. Ähnlich der Situation, die ich als Anlass meiner Träume vermute, kann ich in der Handlung nichts verändern. Ich kann nicht auf den Verlauf einwirken. Mich frustriert das in gewisser Weise, weil ich sonst meine Träume oft steuern konnte beziehungsweise wusste, dass ich träume. Diesmal ist es gefühlt sehr real und anschaulich, ich aber machtlos.
Ich habe mittlerweile nicht mehr die Angst ins Bett zu gehen, in dem Gedanken, dass ich ja wieder schlecht schlafen könnte. Ich habe es angenommen und bin recht sorglos. Ich habe gelernt, dass sich mein Körper den Schlaf holt, den er braucht. Auch vor den Träumen habe ich keine Angst, weil ich es mit den Jahren schlichtweg gewohnt bin.
Das was mich stört ist, dass ich scheinbar einfach nichts machen kann. Ich kann an dem Auslöser nichts ändern und an der entstandenen Situation erst recht nicht. Ich kann nur darüber reden beziehungsweise schreiben.
In diesem Sinne: Gute Nacht!
Samstag, 25. August 2018
Einfach ausgetauscht und ersetzt?
Ich ersetze.
Ich war nie der Freund davon, Dinge einfach zu ersetzen und auszutauschen. Wenn man etwas wertvolles gefunden hat, ersetzt man es nicht so schnell. Früher hat man mir das jedoch nachgesagt. Ich stürzte mich in den Augen anderer zu schnell in neue Liebschaften, ich kaufte mir zu schnell einen neuen Hamster oder ich tauschte zu häufig meine Kleidung. Ging mir etwas verloren, ersetzte ich es von außen betrachtet - offensichtlich.
Gefühlsreichtum.
Ich kann zu meiner Verteidigung keine Gründe anbringen oder meine Verhaltensweisen abstreiten. Ich kann jedoch eines einbringen: Gefühl. Mein Gefühl war es nie, dass ich etwas austauschen würde oder gar ersetzen. Ich "liebe" halt viele Dinge. Erst vorgestern habe ich zu hören bekommen, dass ich zu vielem sage, dass ich es lieben würde und dass mir womöglich der Begriff "lieben" zu leicht über die Lippen kommt. Es kann gut sein, dass ich es zu schnell sage, aber lieben kann man auch Sachen, die man eigentlich nur mag und mögen kann ich widerum Dinge, die ich Liebe. Ich möchte da keine tiefere Definition finden. Ich liebe halt Vieles, auch wenn es eigentlich nur ein "Mögen" ist. Diese unglaublich häufige Zuneigung und Freude über kleine Dinge, ließen mich viele Sachen gleichzeitig schön finden. So habe ich niemanden oder etwas einfach ersetzt, sondern es fühlte sich nach etwas Neues an, welches ich schön empfand. ... auch so eine Tatsache ... Wie viele Neuanfänge ich schon für mich hatte. Aber so bin ich nunmal.
Personen ersetzen.
Bei allem Neuen oder jeder Veränderung, werde ich jedoch immer so ein Wesen sein, was ein Stück weit in der Vergangenheit lebt. Es gibt einige Personen oder dessen Zuschreibungen, die ich niemals ersetzen kann oder ansatzweise möchte. Vielleicht entstehen neue Freundschaften oder andere schöne Momente, aber sie werden niemals die alten ersetzen können.
So habe ich eine Person, meinen (ehemaligen) besten Freund, den keiner ersetzen kann. Ja, ich habe neue Freundschaften geschlossen. Das ist der Lauf der Dinge, aber niemand ist wie er es war. Mein Gefühl ist ein anderes. Ich denke auch, dass man Liebe zu jeden Menschen unterschiedlich fühlt. Ich kann nichtmal die Liebe zu meinen Geschwistern beschreiben oder ansatzweise vergleichen. Ich empfinde für Jeden etwas anderes. Es ist mein Gefühl, die Verbindungen und Momente zwischen einander, die es einzigartig machen. Jede Person ist einzigartig. Jede Beziehung ist auf ihre eigene Weise einzigartig. Nicht mal die gleiche Person kann einem das gleiche Gefühl geben, wenn man sich irgenwann wieder trifft. Es ist eine andere Beziehung und das ist auch gut so. So ist es nunmal im Leben.
Personen ersetzen.
Bei allem Neuen oder jeder Veränderung, werde ich jedoch immer so ein Wesen sein, was ein Stück weit in der Vergangenheit lebt. Es gibt einige Personen oder dessen Zuschreibungen, die ich niemals ersetzen kann oder ansatzweise möchte. Vielleicht entstehen neue Freundschaften oder andere schöne Momente, aber sie werden niemals die alten ersetzen können.
So habe ich eine Person, meinen (ehemaligen) besten Freund, den keiner ersetzen kann. Ja, ich habe neue Freundschaften geschlossen. Das ist der Lauf der Dinge, aber niemand ist wie er es war. Mein Gefühl ist ein anderes. Ich denke auch, dass man Liebe zu jeden Menschen unterschiedlich fühlt. Ich kann nichtmal die Liebe zu meinen Geschwistern beschreiben oder ansatzweise vergleichen. Ich empfinde für Jeden etwas anderes. Es ist mein Gefühl, die Verbindungen und Momente zwischen einander, die es einzigartig machen. Jede Person ist einzigartig. Jede Beziehung ist auf ihre eigene Weise einzigartig. Nicht mal die gleiche Person kann einem das gleiche Gefühl geben, wenn man sich irgenwann wieder trifft. Es ist eine andere Beziehung und das ist auch gut so. So ist es nunmal im Leben.
Der Versuch etwas zu ersetzen.
Ein mal in meinem Leben habe ich bewusst versucht etwas zu ersetzen. Ich begab mich auf die Suche nach dem perfekten Geschmack beim Küssen. Man sagt ja, dass man Menschen gut riechen kann und dass dann die Chemie stimmt. Ich hatte so Jemanden, war mir darüber jedoch nie so richtig im Klaren. Wenn wir uns geküsst haben, entstand ein chemischer Cocktail, den ich nie vergessen konnte. Es war DIESER Geschmack beim Küssen und der Geruch seiner Haut, sowie seines Atems. Dann war er weg. Ich wusste nicht, dass ich bereits süchtig nach ihm war und was unsere Chemie bedeutete. Jedenfalls versuchte ich anfangs unbewusst, dann irgendwann ganz gezielt, meine neuen Kusspartner zu beeinflussen. Nicht auf manipulativer Art und Weise, aber ich wollte einen guten Kuss-Geschmack. Ich fand einen Kaugummi, von dem ich dachte, dass sein Eigengeschmack meine Sucht nach dem perfekten Kuss stillen konnte. Es war auch näher drann, wenn ich diesen Kaugummi gegessen hatte, aber ich konnte mein Ziel nie erreichen. Es machte mich verrückt, dass ich das nicht erreicht habe, was ich schon einmal hatte. Ich gab es auf und nichtmal ein Jahr später... Zack bum: Der perfekte Kuss. Und warum? Man findet es immer, wenn man es nicht sucht. Ich kam mit meinem ersten Freund wieder zusammen und da war er. Der chemische Cocktail, den ich zu mixen versuchte, der mir jedoch nie gelang. Denn es war er. Er war es schon immer. Ich habe ihn nur versucht zu ersetzen und das wird mir jetzt erst bewusst. Etwas auszutauschen macht also keinen Sinn, denn es ist immer einzigartig und nicht vergleichbar.
Ersetzen müssen.
Bei aller Eigenständigkeit meiner Gefühle, kommt manchmal das Leben dazwischen. Mir werden Entscheidungen abgenommen, ob ich das will oder eben nicht. Aufgrund dieser Entscheidungen bin ich nahezu gezwungen zu ersetzen. Menschen, die du zur Familie zählst, werden ausgewechselt und das von jetzt auf gleich. Du kannst den Verlust einer Person (und seinem Anhang) noch nicht einmal fassen, geschweige denn verarbeiten und dann ist da plötzlich jemand Anderes. Es gibt von Jetzt auf Gleich ein neues "WIR". "Das ist meine Entscheidung, bitte akzeptiert es so.", heißt es dann. Plötzlich wird alles anders. Es ist keine Entscheidung, die ich treffen kann. Die Person, die ich kenne ist weg und es ist ein völlig Fremder an seiner Stelle, zumindest systemisch gesehen. Für mich ist er es noch nicht wirklich. Ja er mag vielleicht freundlich sein und aufgeschlossen, aber ich brauche da länger. Ich habe da halt ein anders Gefühl. Ich kann seinen "Vorgänger" nicht einfach austauschen. So bin ich nicht. Umso schlimmer ist das Gefühl, dass er einfach von jemand Anderem ausgetauscht wurde und das das Normalste der Welt sein soll. Ich kann das so aber nicht. Ist das unfair meiner Familie gegenüber? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass diese Lücke (, die zu meiner Familie gehörte) nicht einfach gefüllt wird. Nicht in meinem Gefühl. Niemals. Es ist halt etwas (oder jemand) Neues.
Ich bin ein wenig überfordert, auch wenn das nicht meine Baustelle ist. Ich bin nunmal nicht so gut darin, Personen zu ersetzen. Auch wenn es nie verlangt wurde, die Neuerung als Ersatz zu sehen, fühlt es sich ein wenig danach an. Vielleicht aber auch nur, weil es nicht meine Entscheidung war.
Bei aller Eigenständigkeit meiner Gefühle, kommt manchmal das Leben dazwischen. Mir werden Entscheidungen abgenommen, ob ich das will oder eben nicht. Aufgrund dieser Entscheidungen bin ich nahezu gezwungen zu ersetzen. Menschen, die du zur Familie zählst, werden ausgewechselt und das von jetzt auf gleich. Du kannst den Verlust einer Person (und seinem Anhang) noch nicht einmal fassen, geschweige denn verarbeiten und dann ist da plötzlich jemand Anderes. Es gibt von Jetzt auf Gleich ein neues "WIR". "Das ist meine Entscheidung, bitte akzeptiert es so.", heißt es dann. Plötzlich wird alles anders. Es ist keine Entscheidung, die ich treffen kann. Die Person, die ich kenne ist weg und es ist ein völlig Fremder an seiner Stelle, zumindest systemisch gesehen. Für mich ist er es noch nicht wirklich. Ja er mag vielleicht freundlich sein und aufgeschlossen, aber ich brauche da länger. Ich habe da halt ein anders Gefühl. Ich kann seinen "Vorgänger" nicht einfach austauschen. So bin ich nicht. Umso schlimmer ist das Gefühl, dass er einfach von jemand Anderem ausgetauscht wurde und das das Normalste der Welt sein soll. Ich kann das so aber nicht. Ist das unfair meiner Familie gegenüber? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass diese Lücke (, die zu meiner Familie gehörte) nicht einfach gefüllt wird. Nicht in meinem Gefühl. Niemals. Es ist halt etwas (oder jemand) Neues.
Ich bin ein wenig überfordert, auch wenn das nicht meine Baustelle ist. Ich bin nunmal nicht so gut darin, Personen zu ersetzen. Auch wenn es nie verlangt wurde, die Neuerung als Ersatz zu sehen, fühlt es sich ein wenig danach an. Vielleicht aber auch nur, weil es nicht meine Entscheidung war.
Dienstag, 17. April 2018
Fehlerhaft
Fehlerhaft. Was ist das eigentlich?
Ich lese gerade ein Buch, in dem es genau um diese Frage geht. Noch heute früh wusste ich nicht, wie man darin "fehlerhaft" definieren würde, doch die Geschichte fesselte mich so sehr, dass ich eine (fehlerhafte) Definition des Wortes "fehlerhaft" bereits entdecken konnte.
In der Geschichte wird das Mädchen verurteilt, obwohl sie sozial und gerecht gehandelt hat. Von ihrem Freund, wird sie "perfekt" genannt. Sie wird von vielen Anderen auch als solches gesehen. Das Mädchen aber findet sich zwar in deren Beschreibungen wieder, möchte selbst aber zugeben, dass sie "fehlerhaft" ist. Das alles ist so weit ein feiner Schachzug, wenn sie dafür nicht gebranntmarkt werden würde - nicht im übertragenen Sinne, sondern in dem mit Feuer und Eisen. Und diese schmerzhafte Prozedur wird von dem Vater ihres festen Freundes unterstützt.
Wiedergefunden habe ich mich in: der Liebe des Mädchens zu ihrem Freund und zu ihrer Familie, der Angst verurteilt zu werden und der Suche nach dem Logischen. Auch wenn ich anfangs etwas auf Distanz war, musste ich sehr bald weinen - was mir beim lesen meiner (schnulzigen) Bücher nicht all zu oft passiert. Ich musste das Buch weglegen und meine Gedanken wieder ordnen.
Ich komme also selbst zur Frage: "Was ist fehlerhaft?" oder besser: "Wann verhält sich jemand fehlerhaft?". Eine Frage, die ich mir sowohl im beruflichen als auch im privaten immer wieder stellen muss. Ich glaube, dass wir oft viel zu engstirnig sind und zu zeitig urteilen. Darüber hinaus verurteilen wir, ohne die andere Person wirklich zu kennen. Natürlich schützt es uns in Stigmata zu denken und Menschen in Schubladen zu stecken, aber verhalten wir uns damit nicht selber fehlerhaft? Macht uns das nicht ebenso (gemessen am Gegenüber) unperfekt?
Eine andere Frage ist: Wollen wir überhaupt perfekt sein?
Ich bin gerne fehlerhaft. Nicht immer natürlich - Manchmal wäre ich zu gern so perfekt, wie der ein oder andere in meinem Umfeld. Dann fällt mir ein, dass jeder von uns idealisiert. Wir dichten den anderen an, er sei perfekt, weil er unsere "Fehler" nicht hat. Er ist nur perfekt, weil er anders ist. Ich bin auch anders, also bin ich auch perfekt?
Ich möchte keine Antwort auf diese Frage. Denn ich möchte eben unter dieser Definition gar nicht erst perfekt sein. Perfektion ist eben subjektiv beurteilt. Für den einen bist du es, für den anderen nicht. Vor allem bist du es aber mal und mal auch nicht. Perfektion ist nur eine Sichtweise.
Warum ich daher fehlerhaft sein möchte:
Mein Knie ist von Natur aus fehlerhaft, meine Geburt war nicht gereade perfekt, meine Eltern haben Fehler gemacht, ich habe mich nicht immer richtig verhalten. Ich hätte hier eine lange Liste an Kritikpunkten anzuführen, die mich als fehlerhaft hinstellen können, aber das wäre auch völlig okay. Ich bin eben so und das ist auch gut.
Wenn ich wirklich perfekt sein möchte, dürfte ich nicht mehr ich selbst sein, müsste mich so geben, wie es andere sehen wollen, müsste ständig aufpassen, wer was von mir erwartet usw.. Ich würde mich nach und nach verlieren und wäre nicht mehr echt, aber das möchte ich nicht.
Ich stehe zu mir und zu dem Weg, den ich gegangen bin. Ich werde noch viele Fehler machen, aber das bin ich. Ich muss mit mir auskommen und zu mir stehen. Das kann ich nur, wenn ich versuche, ich selbst zu sein.
Wer mich begleiten möchte, gern (:
Aber Achtung: Ich bin nicht perfekt! Ich mache Fehler und bin fehlerhaft!
Ich lese gerade ein Buch, in dem es genau um diese Frage geht. Noch heute früh wusste ich nicht, wie man darin "fehlerhaft" definieren würde, doch die Geschichte fesselte mich so sehr, dass ich eine (fehlerhafte) Definition des Wortes "fehlerhaft" bereits entdecken konnte.
In der Geschichte wird das Mädchen verurteilt, obwohl sie sozial und gerecht gehandelt hat. Von ihrem Freund, wird sie "perfekt" genannt. Sie wird von vielen Anderen auch als solches gesehen. Das Mädchen aber findet sich zwar in deren Beschreibungen wieder, möchte selbst aber zugeben, dass sie "fehlerhaft" ist. Das alles ist so weit ein feiner Schachzug, wenn sie dafür nicht gebranntmarkt werden würde - nicht im übertragenen Sinne, sondern in dem mit Feuer und Eisen. Und diese schmerzhafte Prozedur wird von dem Vater ihres festen Freundes unterstützt.
Wiedergefunden habe ich mich in: der Liebe des Mädchens zu ihrem Freund und zu ihrer Familie, der Angst verurteilt zu werden und der Suche nach dem Logischen. Auch wenn ich anfangs etwas auf Distanz war, musste ich sehr bald weinen - was mir beim lesen meiner (schnulzigen) Bücher nicht all zu oft passiert. Ich musste das Buch weglegen und meine Gedanken wieder ordnen.
Ich komme also selbst zur Frage: "Was ist fehlerhaft?" oder besser: "Wann verhält sich jemand fehlerhaft?". Eine Frage, die ich mir sowohl im beruflichen als auch im privaten immer wieder stellen muss. Ich glaube, dass wir oft viel zu engstirnig sind und zu zeitig urteilen. Darüber hinaus verurteilen wir, ohne die andere Person wirklich zu kennen. Natürlich schützt es uns in Stigmata zu denken und Menschen in Schubladen zu stecken, aber verhalten wir uns damit nicht selber fehlerhaft? Macht uns das nicht ebenso (gemessen am Gegenüber) unperfekt?
Eine andere Frage ist: Wollen wir überhaupt perfekt sein?
Ich bin gerne fehlerhaft. Nicht immer natürlich - Manchmal wäre ich zu gern so perfekt, wie der ein oder andere in meinem Umfeld. Dann fällt mir ein, dass jeder von uns idealisiert. Wir dichten den anderen an, er sei perfekt, weil er unsere "Fehler" nicht hat. Er ist nur perfekt, weil er anders ist. Ich bin auch anders, also bin ich auch perfekt?
Ich möchte keine Antwort auf diese Frage. Denn ich möchte eben unter dieser Definition gar nicht erst perfekt sein. Perfektion ist eben subjektiv beurteilt. Für den einen bist du es, für den anderen nicht. Vor allem bist du es aber mal und mal auch nicht. Perfektion ist nur eine Sichtweise.
Warum ich daher fehlerhaft sein möchte:
Mein Knie ist von Natur aus fehlerhaft, meine Geburt war nicht gereade perfekt, meine Eltern haben Fehler gemacht, ich habe mich nicht immer richtig verhalten. Ich hätte hier eine lange Liste an Kritikpunkten anzuführen, die mich als fehlerhaft hinstellen können, aber das wäre auch völlig okay. Ich bin eben so und das ist auch gut.
Wenn ich wirklich perfekt sein möchte, dürfte ich nicht mehr ich selbst sein, müsste mich so geben, wie es andere sehen wollen, müsste ständig aufpassen, wer was von mir erwartet usw.. Ich würde mich nach und nach verlieren und wäre nicht mehr echt, aber das möchte ich nicht.
Ich stehe zu mir und zu dem Weg, den ich gegangen bin. Ich werde noch viele Fehler machen, aber das bin ich. Ich muss mit mir auskommen und zu mir stehen. Das kann ich nur, wenn ich versuche, ich selbst zu sein.
Wer mich begleiten möchte, gern (:
Aber Achtung: Ich bin nicht perfekt! Ich mache Fehler und bin fehlerhaft!
Donnerstag, 18. Januar 2018
Knieschmerzen - Poetryslam
Es tut weh.
Mein Knie schmerzt.
Es ist grün und blau.
Ich bin ungeduscht und fühle mich wie Sau.
Saumäßige Schmerzen steigen in mir auf und schon wieder nimmt alles seinen Lauf. Ich laufe nicht ich steh' während ich dich auf meinem Krankenhausbett seh. Gedanken verschwimmen zu einem See aus Tränen, warum muss ich wohl kaum noch erwähnen. Der Gesundheit aber muss ich nachsehnen und ich fühle mich schwach und denke mir ach' wie schön es wäre wieder zu laufen und alleine einzukaufen. Nicht mehr hier im Bett zu sein ungeduscht wie ein Schwein und dann müsst ich nicht mehr nur in Gedanken draußen sein.
Ich ginge durch die Welt mit offenem Blick und einem Lachen. Ich könnte alles machen. Selbst die Sachen die mir immer verborgen blieben, denke ich hier nun wieder im Liegen. Was anderes bleibt erstmal nicht für mich und dann frage ich dich ob du mir wieder helfen kannst. Kannst du helfen aufzustehen und zu der Toilette zu gehen? Dort kann ich dem Übel entgehen und mich einschließen, Wasser über mich gießen und die Stille genießen. Am liebsten würde ich mich er... ...
Ich schweife wieder in schlechte Gedanken. Ich bin halt eben doch noch am Wanken und kann nicht sicher stehen, denn mein Knie tut weh wenn ich die Mädchen Ball spielen seh und ich nichtmal steh'. Ich seh den Ball wieder fliegen und eine Mannschaft siegen. Ich bleibe liegen und drehe mich weg in mein Versteck unter den Kissen und kann dort vermissen.
Mein Knie schmerzt.
Es ist grün und blau.Ich bin ungeduscht und fühle mich wie Sau.
Saumäßige Schmerzen steigen in mir auf und schon wieder nimmt alles seinen Lauf. Ich laufe nicht ich steh' während ich dich auf meinem Krankenhausbett seh. Gedanken verschwimmen zu einem See aus Tränen, warum muss ich wohl kaum noch erwähnen. Der Gesundheit aber muss ich nachsehnen und ich fühle mich schwach und denke mir ach' wie schön es wäre wieder zu laufen und alleine einzukaufen. Nicht mehr hier im Bett zu sein ungeduscht wie ein Schwein und dann müsst ich nicht mehr nur in Gedanken draußen sein.
Ich ginge durch die Welt mit offenem Blick und einem Lachen. Ich könnte alles machen. Selbst die Sachen die mir immer verborgen blieben, denke ich hier nun wieder im Liegen. Was anderes bleibt erstmal nicht für mich und dann frage ich dich ob du mir wieder helfen kannst. Kannst du helfen aufzustehen und zu der Toilette zu gehen? Dort kann ich dem Übel entgehen und mich einschließen, Wasser über mich gießen und die Stille genießen. Am liebsten würde ich mich er... ...
Ich schweife wieder in schlechte Gedanken. Ich bin halt eben doch noch am Wanken und kann nicht sicher stehen, denn mein Knie tut weh wenn ich die Mädchen Ball spielen seh und ich nichtmal steh'. Ich seh den Ball wieder fliegen und eine Mannschaft siegen. Ich bleibe liegen und drehe mich weg in mein Versteck unter den Kissen und kann dort vermissen.
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