Sonntag, 11. Dezember 2016

Der ganz "normale" Wahnsinn - gemischte Gefühle


Ich war in letzter Zeit ein wenig still. Das bedeutet aber nicht, dass ich keinen Bedarf habe über etwas zu schreiben. Mich beschäftigt zur Zeit relativ viel. So viel, dass ich es nicht in einen Themenblogspot packen könnte.
Die Themen drehen sich um meine Familie, um Eifersucht und um Krankheit... Der ganz "normale" Wahnsinn. Auch wenn ich zur Zeit körperlich relativ schwach bin, fühle ich mich psychisch ausgeglichen. Stärker als sonst würde ich sagen. Aber auch das macht mir irgendwie Angst. Es gibt mir fast das Gefühl kalt zu sein - egoistisch.


Den Moment genießen ohne ihn genießen zu können.
Eine eigenartige Kombination.
Es geht sehr gut.

Einfach nur da sitzen und sich freuen.
Gleichzeitig ein schlechtes Gewissen zu haben. 
Ich habe das Gefühl zu hintergehen.
Dabei bin ich in diesem Moment so glücklich.

Ohne etwas zu tun.
Ich brauche keine Nähe
Keinen Blickkontakt
Ich bin ausgeglichen.
Es ist ein Stück weit Heilung und Zerreißen.
Es ist alles okay
Das ist es wirklich.
Ich kann mich nicht verbiegen
Hoffen, dass ich damit glücklich bin. 
Bin ich glücklich?


Auch wenn ich Unglück bringe?



Eifersucht.
Meine Eifersucht ist seit einem Jahr stärker als jemals zuvor. Ich erkenne das als gutes Zeichen für meine Liebe. Ich bin nicht krankhaft eifersüchtig, aber ich mache mir halt Gedanken, die ich sonst nicht hatte. Ich bin so glücklich, dass ich diese Beziehung nicht riskieren, verlieren oder gar zerstören möchte. Das ist auch ein Grund dafür, dass ich ständig hinterfrage, woher meine Eifersucht kommt und was ich dagegen machen kann. Wir thematisieren sie manchmal sogar zusammen. Das tut gut. Man kann also sagen, dass die Eifersucht zwar anstrengend ist, sie aber für mich kein Problem darstellt.

Familie.
Eine großartige Frau. Der Teil meiner einen Familienseite, der vernünftig ist. Sie bekommt die Liebe von allen Familienmitgliedern, die mir eher fern sind und mit denen ich keine weitere Bindung habe. Sie ist dafür sehr nah an meinem Herzen gebunden.
Seit einiger Zeit lebt meine Uroma im Heim. Es macht mich sehr sehr sehr verletzlich, aber auch gleichzeitig wütend. Sie ist ein Herzensmensch von mir. Ich liebe sie unglaublich. Sie ist unglücklich. Ich weiß, dass sie nie ins Heim wollte und lieber Zuhause gestorben wäre, aber leider ließen das familiäre Umstände nicht zu. Ich würde mich gern mehr um sie kümmern. Leider wohnen wir in verschiedenen Städten und ich weiß nicht immer, wie ich das einplanen kann. Ich besuche sie im Vergleich mit früher verhältnismäßig oft. Das erfreut sie. Scheinbar ist es eines von den kostbarsten Sachen, die sie im Moment empfinden kann. Sie öffnet sich bei mir - endlich schafft sie es. Sie weint und trauert um ihr Zuhause. Es zerreißt mir das Herz, sie so zu sehen, aber ich stehe ihr bei. Ich habe Angst. Sie baut immer mehr ab. Sie wird sterben. Davor habe ich seit Jahren Angst. Obwohl ich andere Menschen öfter sehe, ist sie für mich eine der engsten Familienmitglieder. Wenn sie Grüße an einen ebenso engen Part ausrichtet, leite ich sie natürlich weiter. Ein weiterer verletzender Punkt entstand genau dann. Mein zweiter Herzensmensch aus dieser Familie nahm die Grüße nicht an. Er meckerte über meine Uroma, stellte sie in seinen Augen als schlechten Menschen hin. Das schmerzt. Wenn zwei Menschen im Krieg miteinander sind und du sie beide liebst... Ein schreckliches Gefühl. Ich kann diesen Krieg ein wenig verstehen, aber er müsste nach so vielen Jahren schon lange wieder gelegt sein. Ich kann mir aber ausmalen, dass das auch bis zu Oma ihrem Tode nicht passieren wird. Das schmerzt ein drittes mal. Es ist als hätte dieser Umzug ins Heim ein Stück meines Herzens mit herausgerissen. Den Teil, in dem meine Uroma behütet und glücklich sein sollte. Nun ist sie zerbrechlich wie ihr Teil meines Herzens.

Krankheit.
Es ist fast ein wenig lächerlich das in diesem Blogspot mit hineinzubringen. Er sollte eigentlich nur meiner Uroma gehören. Aber mein Herz gehört auch mehreren Baustellen und ich bin mir sicher, dass sie es nicht wollen würde, wenn sich mein Leben im Moment nur um sie drehen würde.
Gesundheitlich läuft es nicht so optimal bei mir. Neben meinem Knie, was immer mehr Probleme macht, kommt nun auch der Kreislauf dazu. Mir ist ständig schwindelig. Die Welt dreht sich um mich herum. Metaphorisch gesehen verschwimmt alles was außerhalb meiner Körperhülle liegt. Ich nehme nicht mehr alles wahr. Ich empfinde Leere, aber Völle im Magen. Mir ist übel - aus dem nichts. Und niemand weiß, wo es herkommt. Es ist ein Marathon an Gefühlen. Übermut, Schwäche, Traurigkeit, Entspannung, Stress und vor allem Hilflosigkeit. Je nach Ergebnis der Ärzte schwanken meine Emotionen wieder. Stress der abfällt. Traurigkeit über das Fehlen des "Unfalles" - gleichzeitig Erleichterung. Ich verstehe es kaum und doch ist es mir so klar. Diese kranke Phase macht mich zu einem anderen Menschen. Ich vergesse, bin ungeordnet und launisch. Irgendwie möchte ich alleine sein, aber mich soll bloß niemand alleine lassen. Es ist recht schwierig mit mir zur Zeit. Ich überlege mich abzuschotten.

Liebe.
Das Einzige, was ich momentan versuche zuzulassen. Es fängt mich auf, macht mich aber auch verletzlich. Jede Art der Liebe ist momentan in einem Prozess des Überdenkens. Es gibt gute Baustellen, wie meine Beziehung, aber auch schlechte Baustellen. Die Überlegung Kontakte komplett zu beenden, weil sie mich traurig machen; weil ich unwichtig scheine; weil ich ersetzbar bin. Gleichzeitig aber ein versuchter Wiederaufbau von anderen Baustellen. Ich handele momentan intuitiv, überdenke dann aber doch recht viel. Das Positivste sind, wie seit einem Jahr beständig, meine Schwester und mein absoluter Herzensmensch. <3 Ich genieße jede Minute, sodass ich oft phantasiere, wie ich einen Schritt weiter gehen würde.

Leere.
Ich weiß nicht, was ich momentan sagen soll. Ich habe gemischte Gefühle. Wahrscheinlich auch zu dir. Wie geht es dir denn mit meiner Leere? Beschäftigt sie dich? 

Montag, 31. Oktober 2016

Verzicht aus Liebe

Ich laufe eben allein durch die verwüstete Wohnung. Mir kommen einige Gedanken in den Kopf. Vielleicht bin ich einfach zu nachdenklich und rede mir alles kaputt, aber das scheine ich zu sein...


Ich habe eine Homeparty gemacht. Er hasst solche Feiern zuhause bei uns, aber ich wollte nicht verzichten. Also habe ich einfach versucht, es für ihn angenehmer zu machen. Leute eingeladen, die er mag und Menschen weggelassen, die ich mag, aber er nicht leiden kann. Das alles, damit er wenigstens dabei bleibt. Er wird diese Art von Besuch bei uns zuhause aber nie mögen. Partybesuch. Menschen, die alles unaufgeräumt zurücklassen... Er gab sich Mühe, seine Laune war okay. Sagen wir, er hatte keine Lust, aber da einiges schief ging, wurde es für ihn wieder angenehmer. Zusammengefasst haben fast alle abgesagt und es blieb nur eine kleine Runde, die man nicht mehr "Party" nennen konnte. Die Gäste, die da waren, sind dann auch noch eher gegangen als ich es gewohnt bin. Es war furchtbar, weil ich mich so gefreut habe und dachte, es könnte so werden, wie ich es wollte... Aber ich habe verzichtet. Auf Menschen, die ich gern da gehabt hätte. Einige haben abgesagt, aber andere habe ich gar nicht erst eingeladen. Das ist okay, denke ich... Sie fehlen mir, aber auch das ist okay. Es war ein sehr schöner Abend, auch wenn sich das gerade nicht so liest. Es war schön und es hat mich erfüllt, dass er bei mir war.

Das hört sich jetzt genau wieder so an, wie ich es an anderen furchtbar finde... Ich benutze die selben Gründe... "Er verbietet es mir ja nicht" "Ich habe das so entschieden, damit er bei mir bleibt" "Ich verzichte freiwillig aus Liebe"... Es ist aber verdammt nochmal die Wahrheit. Er würde mir niemals verbieten, mich mit jemandem zu treffen. Er würde nicht mal daran denken, mir Verbote dieser Art zu geben. Ich muss halt nur mit den Konsequenzen leben. Und das WILL ich nicht. Ich will nicht ausdiskutieren, warum mir diese oder jene Person wichtig ist. Ich will nicht auf Harmonie verzichten. Also verzichte ich aus Liebe auf andere Personen.

Wenn ich das so lese, ist das ziemlich naiv. So bin ich nun mal... eine hoffnungslose Harmoniesüchtige.

Aber irgendwie habe ich es satt, dass ich so feige bin. Ich meine er liebt mich doch genauso, wenn ich meine Wünsche erfülle. Er weiß, dass ich nicht leicht bin und er weiß um meine gegensätzliche Meinung zu einigen Personen. Er zeigt mir immer, dass ich stark sein kann und gibt mir Kräfte, die ich ohne ihn nicht hätte.
Vielleicht sollte ich endlich anfangen, mich nicht zu verstecken, sondern anzusprechen, was mich "quält". Die erste Beziehung, in der ich aufrichtig ich sein möchte, sollte auch beinhalten, dass ich meine Wünsche äußere... Auch wenn es vielleicht nicht so angenehm ist. Es würde die Beziehung aufrichtig machen, schließlich können wir ja darüber reden... und das werde ich. Es tut gut das auszusprechen.

Ich weiß nicht, warum ich gerade so wütend bin... Es scheint meine normale Schwankung zu sein. Liegt das an der Pille? Aber das ist nochmal ein anderes Thema... Mein Ventil ist heute wieder einmal voll. Ich lasse es ab... An solchen Tagen fühle ich mich immer so unausgeglichen. Ich wüsste, dass er mir jetzt helfen könnte... AaaaAAhhhhrg  Ich bin so verdammt kompliziert. Ich mache es mir doch selbst so schwer. Wenigstens habe ich jetzt jemand, dem ich mich öffne und der mich weitestgehend versteht... Ich liebe ihn dafür und für ihn würde ich so verdammt viel tun. Ich würde so viel für ihn aufgeben aus Liebe.

Teufelskreis meiner Gedanken. Gute Nacht. Zeit zum Schlafen. Ich liebe und brauche dich immer <3

Mittwoch, 21. September 2016

Bei ihm angekommen


Ich habe das Gefühl, als fester Bestandteil akzeptiert zu werden. Seine Eltern planen mich mit ein und lassen mich auch mal allein - auch mit seinem Bruder. Seine Mama und ich sprechen Sachen und Zukunftsplanungen gemeinsam ab und reden über vieles. Sein Hund und ich sind ein Herz und eine Seele geworden. Sein Bruder kommt jetzt zu mir kuscheln und wir unternehmen gemeinsame Sachen.

Einen Abend haben wir über meinen Laptop gemeinsam "Findet Nemo" geschaut. Wir lagen nebeneinander auf dem Bauch und irgendwann legte er seinen Kopf auf meine Schulter. Ich gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Es fühlte sich an als wäre er mein kleiner Bruder, wobei dieser nun schon älter ist und wir leider nicht mehr so viel unternehmen.

Ich fühle mich in der Wohnung wohl und kenne mich langsam aus, wo was steht und was wann gemacht werden muss. Ich kenne seine Großeltern und hatte das Gefühl dort gern gesehen zu sein. Dabei hat ein Gespräch das geändert.
Mein Freund sagte mir, dass seine Oma das Gefühl habe, dass ich ihn verbessere und ihn vereinnahme. Er hätte nichts zu melden... Aber das ist absoluter Irrsinn. Wenn wir etwas erzählen, dann verbessere ich ihn, aber nur weil es so aus mir quillt und ich eben so bin. Ich bin manchmal auch ein wenig frech, aber er weiß ja wie ich das meine. Ich bin eben so... Kommt das wirklich so dominant, nur weil man lebhaft ist und etwas sagen möchte? Sollte ich mich zurück nehmen? Wenn ich so vereinnahmend bin und er nichts zu sagen hat, warum ändere ich dann Gewohnheiten, breche Kontakte weitestgehend ab und frage ihn nach seiner Meinung? Warum sollte ich das tun?

Was ist aus der Zeit geworden, an der wir harmonisch rüber kamen? Gefühlsmäßig hat sich bei uns nichts geändert. Oder hat seine Familie Angst, weil ich die erste intensive Beziehung für ihn bin? Ich beginne darauf zu achten, was ich sage und wie ich rüber komme. Ich beginne mich zu verstellen. Ich bin ängstlich. Ängstlich davor, dass ich wirklich irgendwann nicht mehr ich bin.

Ich weiß, dass ich mich nicht ändern soll. Manchmal denke ich auch gar nicht nach, aber ich kann es nicht aufhalten, dass es mir in den Sinn kommt. Ich wünsche mir, dass ich dieses Gespräch nicht gehabt hätte... Oder werde ich nochmal mit der Oma reden? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall scheine ich jetzt angekommen zu sein, egal ob gut - oder negativ.

Sein Vater meint auch, dass er nichts zu melden habe... Aber wenn einem alles soweit egal ist und der andere Organisationstalent hat und etwas erleben möchte, ist es doch richtig, dass man für einander handelt. Oder? Ich bin ratlos. Bin ich so ein schlimmer Mensch? Nur weil ich weiß, was ich will oder besser, was ich nicht mehr will? Ich bin skeptisch.

Ich bin froh, dass ich ihn habe. Er ist genau das, wonach ich gesucht habe. Sanft, immer da und herzlich - aber auch in-den-Arsch-tretend, ehrlich und ermutigend. Verschmust, gemütlich, Nähe-suchend - aber auch actionreich, fleißig und Freiraum-gebend. Er ist nahezu perfekt, objektiv betrachtet. Subjektiv gesehen ist er perfekt für mich. <3 Ich fühle mich wohl. Ich bin angekommen.

Dienstag, 6. September 2016

Wunsch nach Personen



Wenn ich könnte, hätte ich gern die Möglichkeit verflossene Personen vom irgendwo wieder zurück in mein Leben zu wünschen.
Auch wenn ich ohne Frage glücklich bin und mich nicht leer oder unvollständig fühle, wünsche ich mir den Kontakt zu einigen Personen zurück. Das Sprichwort "Wo sich eine Tür schließt, öffnen sich andere schöne Möglichkeiten" kann ich in personeller Hinsicht nicht teilen. Ich brauche keine Personen verlieren, damit sich andere Möglichkeiten eröffnen. Es gibt in der Tat 2 Personen, die ein Leben ohne mich führen, von denen es mich schon ziemlich interessiert. 

Sie fehlen mir. Der Mann fehlt mir auf die bereits beschriebene Kryptonit-Weise. Es ist ein Schmerz, der wahrscheinlich nie vergehen mag - kein Schmerz nicht mit ihm zusammen zu sein und ihn an eine andere verloren zu haben, sondern diese Art von schrecklichem Gefühl, wenn du jemanden durch einen kleinen Fehler verlierst und nie wieder wirklichen Kontakt hast. Es tut weh, zu wissen, dass du zu viel in dieser Person gesehen hast, wobei er nicht einmal die Liebe deines Lebens war. Auch vermisse ich eine Frau, zu der ich sehr wohl viel empfunden habe und das auf jede erdenkliche Art - angefangen von Freundschaft,  über Liebe, über Liebeskummer, weiter mit Wut und letztendlich auch ein Vermissen. Diese Phasen wechselten oft, weil wir (jedenfalls für mich) eine besondere Bindung zu einander hatten. Jedenfalls möchte sie mich scheinbar nicht mehr in ihrem Leben. Sie meint, ich würde ihr etwas bedeuten und dass sie so nach dem Motto genau deswegen keinen Kontakt zu mir haben kann/möchte, aber das ist unfair und falsch. 
Mich machen beide Personen wütend. Die eine mit ihrer abweisenden, psychologischen Art und die andere mit ihrer puren Abwesenheit und völliger Freundlichkeit wenn man sich doch mal sieht. Es frustriert mich Menschen zu verlieren, die angeblich auch etwas für dich empfinden. Dieser Verlust scheint entweder nicht bemerkt oder vollkommen unfreiwillig zu sein. Und was macht er für einen Sinn, wenn beide Personen ihn nicht wollen?
Mich macht es froh, wenn ich was über sie höre, aber es macht mich auch wütend. Ich fühle mich oft, als würde ich ihnen nichts bedeuten oder gar je bedeutet haben, aber das will ich nicht glauben. Es würde es einfacher machen, wenn sie mir nichts bedeuten würden oder ihre Bedeutung durch die Ferne an Intensität verliert, aber so ist es nun mal nicht. Es macht mich wütend zu sehen, dass sie ohne mich glücklich sind, dabei bin ich auch glücklich. Ebenfalls gönne ich ihnen ja ein freudiges Leben. Ich denke dieses Gefühl, welches ich empfinde, ist eigentlich keine Wut, sondern Trauer und Eifersucht. Vor allem Eifersucht. Es ist als hätte ich erst vor kurzen gelernt Eifersucht zu empfinden und es macht mich froh, dass ich sie empfinde. (Auch wenn das sehr verwirrend sein mag) Es gibt eben nur 3 Personen, bei denen ich bisher dieses Gefühl empfinden konnte.

Zudem weiß ich nicht mehr, wie ich darüber reden soll. Ich weiß nicht mehr wen ich ansprechen soll, da ich es schon zu oft beklagt habe, sie zu vermissen. Ich möchte nicht immer wieder zu ein und der gleichen Person gehen. Andererseits habe ich auch nicht den Wunsch, dass sie denken, ich sei "geheilt" oder es beschäftige mich nicht mehr. Ich weiß, dass ich verstanden werde, wahrscheinlich auch von Fremden, aber das will ich nicht. Ich würde mir lieber diese Personen durch einen Wunsch wieder in mein Leben holen, auch wenn das nicht geht und ziemlich egoistisch ist. 
Ich stelle mir oft den Kontakt vor, den es geben könnte, wenn er oder sie wieder in meinem Leben sind. Manchmal machen diese Gedanken den Schmerz größer, aber sie helfen auch oft. Ich bin im Großen und Ganzen mit der Situation ziemlich hilflos, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Die Frage ist nur, ob es eine Aufgabe, ein Schmerztest oder ein Fakt ist. 



Ich wünschte, ich könnte sie mir wieder wünschen.

Dienstag, 30. August 2016

Zum Glück reden wir

Ich bin heute schockiert.
Mein Freund fragte mich, ob alles okay mit mir sei, weil ich so anders wirke. Ich sage ihm, dass es wegen meinen Praktikum ist und ich mir Gedanken mache, wo ich einen Platz finden werde... Ich dachte damit wäre alles okay, aber ich habe mich geirrt. Ich habe mich in den Mittelpunkt gestellt und etwas übersehen. Später schreibt er mir dann als Nachricht, warum ich so distanziert und anders bin seit wir aus dem Urlaub zurück sind. Er hatte Angst einen Fehler gemacht zu haben, ohne es zu merken. Dabei lag der Fehler eindeutig bei mir. Ich hatte es nicht bemerkt und er war dadurch gekränkt. Dass man mal etwas nicht merkt ist ja normal, aber nichtmal als mich heut eine Reaktion von ihm geschockt hat, kam ich auf einen "Fehler", dabei ist es im Nachhinein so deutlich. Ich bin selbst ziemlich überwältigt und echt schockiert, das alles ausgeblendet zu haben und scheinbar nur mich gesehen zu haben.
Ich frage mich, warum es dazu gekommen ist,  warum ich absolut keine Empfindungen zu einem Fehler hatte und warum ich nichtmal auf einen Schock reagiert habe.
Ich fühle mich in gewisser Weise taub. Es ist andererseits aber auch gerade zu viel meiner Emotionen. Innere Leere und gleichzeitig eine Fülle an Tränen und Wut. Ich kann es nicht einordnen, aber mir geht es nicht gut dabei obwohl ich eigentlich liebestrunken bin.
Mir kommen sofort die alten Zweifel und Gefühle.
[Gerade erinnere ich mich an eine Situation von heute, an der er einen Schlüssel angedeutet hat nach mir zu werfen und ich Panik bekommen habe. Angst aufgrund einer Person, die tatsächlich einen Schlüssel in meine Richtung warf und worauf ich starke Angst empfinden musste. Vielleicht reagiere ich ja zur Zeit wirklich schneller auf Einflüsse.]
Ich hatte vorhin starke Panik, dass dieser Aufhänger von Ahnungslosigkeit dauerhaft zu déjà-vus führen kann. Also dass ich ab jetzt immer daran hängen bleiben werde in verschiedenen Situationen und es wieder heraushole. Und jetzt als ich es schreibe überkommt mich erneut Panik. Ich möchte nichts mehr an einer kleinen Sache aufrollen. Es hat mich geschockt und ihn hat es verletzt, was ich wiederum nicht mitbekommen habe und mich noch einmal schockt.
Es mag jetzt echt ein kleines Ding nach außen sein, aber ich fühle mich als ob ich die Welt nicht verstehe.
Ich stelle gerade alles in Frage. Ich wünschte ich könnte genauer beschreiben, was ich meine und wie ich mich fühle, aber ich kann es nicht,  weil es sich so verwirrend anfühlt. Vertraut, aber auch total fremd. Ich weiß nicht, ob das noch jemand kennt wie ich mich fühle.
Eines macht mich daran jedoch wirklich glücklich: wir reden darüber. Er hat mir gesagt,  was ich nicht erkannt hätte und ich konnte mich entschuldigen. Mir war es möglich zu sagen, dass es so nicht gemeint ist. Wir haben uns beide besänftigt oder es versucht.

Freitag, 22. Juli 2016

Angst - Bevorzugen von Menschen

Ist es unfair Menschen zu bevorzugen. Einer Person näher zu stehen als einer anderen, obwohl sie im gleichen Haus wohnen und beide zu deiner Familie gehören. Wenn du weißt, dass du in einem Tag eine schlechte Nachricht erhalten wirst und du dir wünscht, dass es die eine Person nicht betrifft? Doch damit wünscht man es in gewisser Weise der weniger geliebten Person mehr.

Ich komme mir mit meinen Hoffnungen egoistisch vor, weil ich besser ohne die eine statt der anderen Person zurecht käme. Meine Trauer wäre verschieden groß. Aber ich habe Angst. Ich möchte diese wichtige Person nicht auch noch vermissen. Ich weiß, dass es so kommen wird, aber noch bin ich nicht bereit.

Ich merke, wie ich nichts weiß und mich trotzdem verrückt mache. Ich weiß noch nicht was mich erwartet. Ich habe Angst.

Montag, 18. Juli 2016

Chaos im Kopf


Die Zeit rennt. Chaos im Kopf.

Studentenleben. Ich habe jede "freie" Minute mit Lernen zu tun. Ich muss etwas ausarbeiten, etwas vorbereiten oder eben etwas schreiben. Es ist ein undurchschaubares Chaos, in dem ich mich für einen Monat befinde. Den Rest des Semesters kann man eigentlich ganz entspannt selbst entscheiden. Jedoch war es dieses Semester sehr schwer, seine Ruhe zu finden. Ich konnte mir kaum Zeit nehmen. 


Prüfungsvorbereitungen, Lernen und zwischendurch gerade einmal 2 Tage, um sich zu "erholen". 

An einem Wochenende erlebt man für gewöhnlich nicht so viel. Ich muss jedoch sagen, dass ich in einer Zeit, in der jede Stunde fortläuft noch bevor sie überhaupt da war, sehr viel erleben kann.

Zwei Stunden Ruhe, Zeit für sich, einen Ausgleich finden. Das ist es, was mein Leben gerade sehr erhellt. 
Mein letzter Ruhepol war mein Wochenende. Neben dem Lernen hatte ich Zeit mit einem mir sehr wichtigen Menschen, während ich zwei andere ein Stück weit verlor. 



Ich empfinde es als Stress Menschen zu verlieren, nicht mich um sie zu sorgen. Menschen, die mir wichtig sind verlor ich dieses Semester leicht wenn nicht gar sehr aus den Augen. Nur manchmal stieß ich auf Verständnis. Ich frage mich, ob es schwer ist, sich auch mal eine längere Zeit nicht zu schreiben und sich trotzdem gern zu haben. Ich meine, warum sollte die Beziehung zwischen zwei Menschen mehr bedeuten, nur weil sie sich jeden Tag sehen oder schreiben. Ich meine wenn man auf irgendeine Weise quantitativ kommuniziert, muss man doch nicht die Qualität verbessern. Mir wäre es persönlich lieber auf Smalltalk zu verzichten und sich dann zu melden, wenn man wahrhaftig an den anderen denkt und ihn vermisst. Aufrichtig statt oft. Nur scheint dieses Motto nicht zu funktionieren seit dem es moderne Medien gibt, die eine sofortige Kommunikation zu so ziemlich jeder Person möglich machen. 

Am Wochenende traf ich eine dieser Personen, die ich eigentlich schon verloren hatte. Dies aufgrund begrenzter Zeit und mangelnder Fähigkeit, die Beziehungsgestaltung aufrecht zu erhalten. Er interessierte sich an diesem Wochenende dennoch für mich. War es, weil er mir so wichtig war oder blieb etwas dieser Freundschaft auch ohne den gewohnten Kontakt bestehen? Oder tat er es, weil wir uns sahen und über die Häuchlerei der Medien hinweg kommunizierten? Egal wie - Es tat auf jeden Fall gut, mal wieder eine echte Begegnung zu haben.
Auch gegenteilige Erfahrungen musste ich an diesem Wochenende machen. Es gab Menschen, die sich nicht so leicht verhalten konnten. War es dort der Stolz, eine Kränkung oder Missverständnisse, die die Beziehung veränderten? Es tat alles andere als gut. Es verletzte mich zu sehen, dass ein wahrhafter Versuch nicht als solches wahrgenommen werden kann, wenn er über mobile Kommunikation geäußert wird. Es sollte vielleicht auch daran liegen, dass diese Medien uns entfremden und uns echter machen können. Wir brauchen nicht höflich sein, uns einer Rolle unterwerfen. Wir sagen- oder besser schreiben - was wir wollen, weil wir die Reaktion nicht selbst mitbekommen müssen. Es verletzt auf jeden Fall, sich in eine Hoffnung zu betten und statt einem Bett nur den harten Boden zu bekommen. 

Neben den Verlusten oder Gewinnen durch verschiedene Kommunikation, konnte ich auch etwas Spaß haben. Ich habe, da ich keinen eigenen Sport machen kann, bei einer Sommersportart zugesehen. Ich begleitete auch meine Familie bei einem Kindergeburtstag. Es war wundervoll unter Menschen zu sein und etwas zu erleben. Ich wurde immer begleitet von meiner unglaublich großen Stütze. Er schenkte mir fast schon dieses einigermaßen erholsame Wochenende. Es war so schön, dass ich einen Moment sämtliche Unsicherheiten vergessen konnte. 
Ich dachte weder an Uni, noch viel an meine Gesundheit, noch an Probleme mit einigen für mich wichtigen Personen. Aber all diese negativen und stressigen Sachen holen mich heute wieder ein. 

Die Prüfung laugte mich aus, eine nächste steht bevor. Eine Hausarbeit wartet noch - nein eigentlich zwei. Und dann noch eine Prüfung. Schulstress. 



Arzttermine warten. Gesundheitliche Unsicherheiten und einige Routineuntersuchungen. Es ist fraglich, wann diese Arzttermine ein Ende nehmen.



Soziale Verluste, wobei ich ungern von Verlust rede, so als ob uns dieser Kontakt gehörte. Damit verbundener Schmerz. Unsicherheiten wegen einer an Weihnachten verbreiteten Lüge? Oder ist meine Herkunft wirklich unsicher? Es sind Unsicherheiten

Und nebenbei die ungewisse Zukunft. Es ist Stress, der mir Chaos im Kopf verbreitet und ich sehne mich schon nach meiner nächsten Pause, die ich mir nehme. Eine Pause, die ich mit Menschen erfüllen möchte. Eine lebendige Ruhe. 


Chaos im Kopf fordert Pause. 


Donnerstag, 16. Juni 2016

Glücklich trotz all dem Stress

Momentan bin ich wieder in der Zeit des Prüfungsstresses angekommen. Seit dem Studium weiß ich gefühlt erst, was es bedeutet Stress zu empfinden. Zumindest war das vorher oft nur eine Abstufung von dem aktuellen Lernstress.

Zu den kognitiven Mehranforderungen im Studium bleibt die nicht all zu rosige Vergangenheit und Situation um "Verflossene" weiter bestehen. Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass meine Situation aus mehr Lernstress, den gleichen persönlichen Problem besteht und noch ein paar stressige Planungen bezüglich eines Lebenstraums dazukommen, hätte ich sämtliche Hoffnungen verloren. Nun ist jedoch eine Sache anders...

Ich bin in einer glücklichen Beziehung, die so rein ist, wie ich es selten empfinden konnte. Ich war lang auf der Suche nach dem Gefühl und der Intensität, wie ich sie jetzt empfinde. Es ist, als wäre jede Beziehung nicht genug gewesen und ich hatte Anforderungen, die nicht zu erfüllen gingen. Ich gab fast schon auf an die perfekte Beziehung zu glauben.
Aber: Es fühlt sich endlich so an.
Ich kann sein, wer ich bin. Ich kann weinen, zicken, überdreht sein, verspielt und verschmust. Es wird ihm nicht genug. Ich fühle mich leicht, weil ich nicht mehr zurückstecken muss. Ich brauche keine Seiten an mir verstecken, Angst vor Reaktionen haben oder mir Vorstellen, wie es sein würde wenn... Das "wenn" ist da.
Jetzt könnte man denken, dass er einfach alles für mich macht und sich damit selbst zerstört. Jedoch ist er glücklich und fühlt sich seinerseits vollständig. Der ganze Kitsch um eine perfekte Beziehung entrinnt ihm ohne Anstrengung. Er merkt nicht einmal, wie süß er ist. Er ist einfach glücklich.
Mir wurde letztens gesagt, dass wir uns gegenseitig verändert haben. weiterentwickelt. Wir sind zusammengewachsen, können aber noch immer eigenständig sein. Zusammen stark, aber nur weil wir uns selbst gestärkt haben.

Diese Beziehung bildet den bedeutenden Unterschied zu so ziemlich jeder Zeit davor. Ich kann verarbeiten, weil ich weinen kann. Immer und immer wieder. Ich kann sein, wie auch immer ich bin. Und das macht mich glücklich. Es ist in gewisser Weise der Schlüssel zu meiner Leichtigkeit.
Ich habe Stress und nach wie vor die Angst zu versagen. Ich kann mich nicht durchringen, eine perfekte Lernerin zu werden, aber ich bin glücklich. Und das ermöglicht es mir wiederum etwas Motivation für die Bewältigung einer jeden Situation zu finden.

Es gibt nur einen Nachteil: Die Zeit rennt wenn man glücklich ist. So ist man gefühlt noch mehr Stress ausgesetzt, aber mit ihm funktioniert auch das. Er macht mich glücklich und lässt auch im Stress noch glücklich sein.

PS: Nicht zu vergessen sind die Menschen, ohne die ich nicht könnte. Das ist nicht nur er. Auch meine Freunde unterstützen mich - wie eh und je -. Das ist aber nicht selbstverständlich. Also möchte ich ihnen hiermit danken, dass sie immer da waren, da sind und da sein werden. Danke! Ihr macht mich natürlich auch glücklich <3

Samstag, 4. Juni 2016

Ein letzter Brief - ein letztes Mal

Hallo J.,

es ist einige Zeit seit unserem letzten Treffen vergangen. Ich denke ziemlich oft an dich, aber ich vermute, dass es bei dir eher nicht so ist. Und es wäre okay. Ich habe nicht besonders gut verarbeiten können, möchte es aber gern erreichen.

Ich habe einige Sachen auf dem Herzen und würde dich gern noch einmal sehen bevor ich ein halbes Jahr weg bin. Du bist mir wichtig gewesen.
Ich möchte mich gern verabschieden und eine letzte Aussprache veranlassen. Mir liegt sehr viel daran, dass du es vorher weißt und ich dich nicht so überfordere, wie ich es das letzte Mal wohl getan haben muss.

Du kanntest mich gut und kannst mich wahrscheinlich immer noch durchschauen wie ein offenes Buch. Du könntest mir vielleicht ein paar deiner Gedanken verraten. Es könnte mir helfen.

Ich könnte es verstehen, wenn du mich nicht treffen möchtest. Schließlich haben wir eigentlich nichts miteinander zu tun. Jeder hat inzwischen sein eigenes Leben weiter gelebt. Wir haben uns mehr entfernt und immer weniger gemeinsam. Auch das hilft. Ich wäre aber sehr froh wenn wir einiges besprechen könnten.

Vielleicht sind meine Ängste auch wieder größer als sie sein müssten. Du bist immer höflich und möchtest nie jemanden verletzen. Das schätze ich sehr und hoffe ein wenig darauf.

Es wäre schön wenn du mir zurückschreiben könntest, damit ich weiß, ob du überhaupt Interesse an einem Treffen hast.


Liebe Grüße
 

Sonntag, 29. Mai 2016

Panik in der Nacht

Panik.
Ich fühle mich gerade wohl und doch überkommt mich ein Gefühl der Panik. Es ist dieser eine Moment von damals, der es in mir auslöst. Warum auch immer, aber es ist so.
In den Armen des liebsten Menschen - geborgen und beschützt und dennoch steigt es in dir auf. Langsam vom Bauch kommend schiebt es sich zu deinen Rippen und schnürt dir die Luft ab. Es kommt weiter nach oben und drückt dir einen dicken Kloß in den Hals. Weiter zum Kopf. Ist dieses Gefühl dort angekommen, nistet es sich ein und du bekommst es erst einmal nicht weg.
Kurzschlussreaktionen.
Wegdrehen. Unfähig auch nur ein Wort zu sagen. Das Gefühl, dass deine Stimme nicht mehr da ist und du nichts mehr sagen kannst. Kein Schreien, kein 'Hilfe!' - nichts. Stummes Auf-der-Seite-liegen und in den leeren Raum starren. Keine Emotionen - oder doch?
Erinnerungen.
Jedes kleinste Detail an diesen Moment von damals. Das Haus - jeder Raum - Dekoration - den Garten - den Rasenmäher und das Gedicht, was man damals schrieb. Die Person - seine Stimme - sein Aussehen - jede Kleinigkeit. Andere Momente - seltene, schöne - viele schmerzhafte - Situationsabläufe. Familie von diesem Menschen - Mutter, Vater - Großeltern - weite Verwandte - Freunde, und dessen Häuser, jedes kleinste Detail davon.
Qualvoll.
So qualvoll ist jede Erinnerung. Jeder neue Gedanke schnürt die Luft weiter ein. Es ist nicht möglich an etwas anderes zu denken. Niemand kann helfen. Es geht nicht vorbei. Diese Qual muss man einfach aushalten, bis man erschöpft einschläft. Kein körperlicher Schmerz könnte dass annähernd ausgleichen, was man gerade fühlt. Es ist einem bewusst und trotzdem sehnt man sich nach anderem Schmerz. Ablenkung. Aber auch die hilft nicht. Nichts hilft.
Tränen.
Heiße Tränen vor unerträglichem Schmerz. Viele Tränen. Ein Weinen, welches dir Kopfschmerzen bereitet. Die Tränen fließen an deinen Wangen hinunter. Über deinen Hals aufs Bett. Die Nase füllt sich mit dem Gefühl des Ertrinkens. Abwischen der Tränen würde nichts bringen - also bleibt man still liegen und hofft.
Hoffnung.
Worauf könnte man hoffen? Dass die Bilder im Kopf aufhören? Das wird nicht passieren. Dass man einschläft? Man ist aber noch hellwach. Keine Hoffnung könnte den Moment überschatten und ihn retten. Also abwarten bis es irgendwann weniger wehtun wird.

Freitag, 20. Mai 2016

Zu viel Vergangenheit


"Ich wünschte, ich könnte an etwas anderes denken, aber ich kann es nicht. Nur weinen.

Weinen, weil ich weiß, wie sehr du darunter leidest. Wenn ich es könnte, würde ich dir die Last abnehmen, aber ich kann meine Vergangenheit nicht ändern. So sehr ich es auch will, weniger Exfreunde und weniger Geschichten. Es ist ein schlechter Gedanke, dir das alles anzutun. 
Jeder Moment ohne dich war verschenkt. Zwar hat er mich zu diesem Menschen gemacht, aber ich hätte darauf verzichten können. Es tut mir leid, dir das antun zu müssen. Du hättest jemand Besseres verdient. Mich vor 8 Jahren. 

Was ist ein MICH für Immer, wenn es so ist?

Es scheint mir ein entbehrliches Gut zu sein. Etwas was niemand gern freiwillig hat. Mich schon, aber nicht meine Vergangenheit. Nur mein halbes Ich scheint angenehm zu sein."


Es war Abend und wir saßen zusammen. Es kamen Geschichten von mir hoch. Exfreunde wurden ausgegraben und immer wieder erwähnt. Ich fand es nicht mehr lustig. Auch Äußerungen von mir wurden nicht - oder nur kurz verinnerlicht. So ging es immer wieder um meine Vergangenheit. Vor meinem Freund.
Aber wer hört schon gern, was seine Freundin mit wem vorher hatte? Wie viele Exfreunde es zwischen der ersten und der zweiten Beziehung gab? Wahrscheinlich sind es die wenigsten. Mein Freund gehört definitiv nicht dazu.
Es fiel auch der Name, der nicht fallen soll. Einer, den ich nicht hören möchte und einer, den er nicht hören möchte. Aber er fiel und er löste etwas aus. Es war schlechte Laune und eine abweisende Haltung, die den weiteren Abend beschreiben. Ich kam nicht mehr an ihn ran. Wir haben danach einen Film gemeinsam angesehen. Ich musste weinen. Es fühlte sich kalt und falsch an. Er war in Gedanken und ich wusste nicht genau was es ist. Auf meine Nachfrage sagte er mir, dass es ihm - ähnlich wie mir - alles zu viel war an dem Abend. Es schien, als sei ihm meine Vergangenheit zu viel. Als wäre ich gut, aber nicht meine Vergangenheit. Ich fühlte mich unrein, schuldig und es fühlte sich auf einmal falsch an neben ihm zu sein. Er erscheint mir so unschuldig. Jeder hat seine Last zu tragen, aber seine scheint so leicht im Vergleich zu meiner.

Wir haben nachdem ich lange geweint habe nochmal geredet. Wir haben es "geklärt". Es war alles wieder "gut".

An diesem Abend ging etwas in mir kaputt. Es lässt mich die ganze Woche schon nicht los. Ich habe das Gefühl anders zu sein, aber ich versuche mich normal zu verhalten. Ich fühle mich so falsch. Ich wäre am liebsten allein, um niemandem diese Vergangenheit zuzumuten. Es ist ja auch utopisch zu denken, dass damit jemand klarkommen könnte.
Ich weiß, dass er mich mit allem liebt was mich ausmacht. Aber ich liebe mich so nicht. Ich kann mich selbst nicht ertragen - wie soll es ein Anderer? Ich kann es mir nicht vorstellen, dass er glücklich ist. Dieser Gedanke macht mich kaputt. Auch wenn er immer dagegen sprechen würde - allein schon um mich zu besänftigen - ich kann es nicht verinnerlichen.

Ich habe einfach zu viel Vergangenheit in meinen jungen Jahren, um damit in der Zukunft glücklich zu werden.  

Freitag, 29. April 2016

Ich vermisse dich - immernoch

Werde ich langsam paranoid? Ich sehe dich in so vielem, obwohl ich genau weiß, dass du nicht da bist und es wahrscheinlich auch nicht mehr seid wirst.

Gestern saß ich in der Mensa der Uni und habe einen großen Mann gesehen. Blond, schlank und eine nette Aura. Er hatte deine Augenform, aber ansonsten sah er dir nicht ähnlich. Glatte und keine gelockten Haare, eine zu lange und zu spitze Nase, ... Und trotzdem erinnert er mich an dich. Ich sehe ihn jetzt immer öfter. Er ist auch erst seit diesem Semester an der Uni. Ich sehe ihn und bekomme Gänsehaut. Ich denke an dich und vermisse dich. Dennoch weiß ich, dass ich das nicht sollte. Dich zu vermissen schmerzt und macht mich traurig. Ich kann mich zur Zeit immer weniger von den Gedanken ablenken.

Ich denke an dich bei jedem Tee, den ich trinke. Es erinnert mich an das letzte Mal als ich dich sah. Bei jedem Früchtetee sehe ich die damalige Situation vor meinen Augen. Ich spüre meine Aufregung und mein Zittern - deine netten tröstenden Worte. Aber was stand hinter ihnen? NICHTS.
Nach außen bist du immer sehr höflich und zuvorkommend. Wohlerzogen eben. Aber wenn man nicht da ist distanzierst du dich und es wird dir egal... Nicht, dass du falsch oder hinterlistig bist.

Ich erkundige mich nach dir. Ich verfolge dich schon fast und trotzdem weiß ich gefühlt nichts mehr über dich. Ab und an bekomme ich Informationen - Ich sehe es bei den sozialen Medien. Ich führe auch Gespräche über dich und merke, wie unwichtig ich dir geworden bin. Ich fühle mich wie eine Stalkerin. Verzweifelt nach Informationen und Interesse von dir suchend.
Ich schreibe dir - mehrmals - und du merkst, dass ich ein wahres Interesse an dir habe, auch nach 2 Jahren ohne Kontakt. Dir ist es egal. Zwar sagst du nicht, dass ich dich nerve, aber du schreibst auch nur ganz knapp zurück - wenn überhaupt. Dir ist bewusst, dass du unfair bist und es ist dir egal. Dir wird gesagt, dass du doch aufhören sollst so stur zu sein - dir ist es egal. Ich interessiere dich nicht mehr.

Ich frage mich was passiert, wenn ich auf einmal nicht mehr da bin. Wenn ich nicht mehr schreibe und du auch keine Informationen mehr über mich erhältst. Was ist dann? Würdest du dich sorgen?Wirst du mich einen Tag vermissen? Wirst du auch nur eine Minuten an mich denken?
Ich glaube nicht.

Für mich fühlt es sich an als wäre es gestern gewesen. Der Tag an dem du gegangen bist. Ja ich habe EINEN Fehler gemacht. Es tut mir leid. Ich kann dir nicht beschreiben wie sehr!! Und wenn ich es rückgängig machen könnte, würde ich es wahrscheinlich tun. Aber was dann? Dann findest du andere Gründe um weniger Menschen um dich herum zu haben. Ich habe wahrscheinlich schon immer mehr in diese Freundschaft gesteckt als du. Ich weiß es nicht.

Es sind so viele offene Fragen und ich würde sie gern beantwortet haben.
Es ist mein tiefster Wunsch, dich noch einmal geplant zu sehen und mich mit dir auszusprechen. Wir könnten uns in einem neutralen Raum treffen und alles besprechen, was zwischen uns stand und steht. Unserer (besten) Freundschaft eine letzte Chance geben und sehen ob es funktioniert.
... Wunschdenken ... Und dennoch macht es mich so fertig.

Du machst mich fertig. Die Gedanken an dich. Werde ich jemals über dich hinwegkommen?

ICH VERMISSE DICH.

Mittwoch, 20. April 2016

Damit man in eine Gesellschaft passt - Sei nicht besonders!

Höher, schneller, weiter. Das ist es, was die Gesellschaft von uns fordert. Wir sollen denken, dass wir es selbst so wollen. Wir wollen auf der Karriereleiter höher steigen, uns schneller entwickeln, damit wir möglichst weit in unserem Leben kommen.
Wir leben in einer sehr schnellen Gesellschaft. Man schaut nach vorn und es sieht sonnig aus. Man kommt an einem Baum vorbei, der uns begeistert. Der Strom zieht uns weiter. Wir drehen uns um, damit wir diesen Baum beobachten können und schauen einen Moment zurück. Wir schauen nach vorn und auf einmal sind da Gewitterwolken. Aus der Sonne wurde ein Unwetter. Aus dem Nichts. Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass sich alles so schnell verändert und man kaum noch einen Moment genießen kann.

Damit man in die Gesellschaft passt - Sei nicht besonders!

Man wird erwachsen und muss sich sofort nach der Schule für einen Job entscheiden, 
die Ausbildung machen und dann arbeiten, damit man Geld verdient. 
Damit man in die Gesellschaft passt.
Man ist traurig und unsicher und muss sich schnell wieder fangen, 

damit man nicht als depressiv gehalten wird. Wir sollen funktionieren. 
Damit man in die Gesellschaft passt. 


Man soll nach vorne Blicken - in Zielen denken, 
um etwas zu erreichen und weiter zu kommen. 
Damit man in die Gesellschaft passt.


Man soll im Leben wissen, wo man in etwa hin möchte, 
da einem sonst viele Wege verschlossen werden. Man soll reif sein. 
Damit man in die Gesellschaft passt. 


Aber was, wenn ich das alles nicht will?
Was wenn ich anders bin?

Ich möchte mich selbst finden und brauche womöglich meine Zeit.
Ich möchte mich ausprobieren und auch mal scheitern dürfen.
Ich möchte besonders sein.

Ich möchte weinen und frustriert sein können, weil mich diese Gesellschaft stresst.
Ich möchte mich über längere Zeit zurück ziehen, weil ich mich kennen möchte.
Ich möchte in keine Form passen - sondern nur ich selbst sein.

Ich möchte nicht immer nach vorn blicken - viel mehr den Moment genießen.
Ich möchte mich verlieben und damit glücklich sein.
Ich möchte nicht nach viel Streben - sondern mit dem Einzelnen glücklich sein.

Ich möchte etwas erleben und nicht einem vorgetretenem Weg folgen. 
Ich möchte mich verirren und wieder ganz von vorn beginnen können.
Ich möchte von etwas Besonderem träumen dürfen.

Träumst du mit mir - auch wenn dich die Gesellschaft verurteilt?
Hast du den Mut anders zu sein?
Nein?! - Dabei denken doch viele so frei...


Ich bin im (einzelnen) Moment glücklich. Ich habe mich verliebt und bin bereit, mich nicht der kommodifizierten Liebe zu unterwerfen. Ich bin aber auch bereit zu "funktionieren" und studiere. Ich passe mich in ein System ein, das uns in eine bestimmte Form pressen will. Auf die Dauer brauche ich aber Momente, die mich glücklich machen und mich den einzelnen Moment genießen lassen. Die Momente abseits des "Müssens" erfüllen mich mit Glück. Diese Auszeiten nehme ich mir, denn ich muss mein Leben leben und kein Anderer. Ich möchte mit meinem Leben zufrieden sein und ich werde alles dafür tun der Glücksarmut der Gesellschaft zu entkommen.


Donnerstag, 3. März 2016

Du und ich - ab jetzt für immer

05.02.2016 - 00:19 Uhr als Notiz im Handy 

Ich liebte dich seit dem ich dich das erste Mal sah.
Liebe auf den ersten Blick und doch hatte ich dich bald wieder verloren. 
Für immer dachte ich. 
Ich musste so oft an dich denken, auch wenn ich dich nicht mehr bei mir hatte. 
Aber das Schicksal brachte uns wieder zusammen. 
Es war anfangs eigenartig dir so schnell und so sehr wieder zu vertrauen.
Aber es machte Sinn. 
Du bist meine erste Liebe. 
Ich habe nie aufgehört etwas für dich zu empfinden. 
Mit jedem Tag bei dir ging es mir besser. 
Als ob du der Balsam für meine Seele wärst, legtest du dich wieder in meine Welt. 
Ich begann mich wieder zu verlieben. 
In dich. 
Ich wollte dich nie mehr aus meinem Leben lassen. 
Das habe ich dir versprochen.
Und ich sehe es nach wie vor so. 
Wir haben uns wiedergefunden. 
Diesmal für immer. 

Du und ich - ab jetzt für immer <3 




Freitag, 19. Februar 2016

Was du liebst, lass frei ...

... kommt es zurück, gehört es dir - für immer.


Manchmal ist es der beste Weg, dich von dem zu trennen, was dich unglücklich macht und dich dem hinzugeben, was dir Glück bringt. Vor einiger Zeit habe ich noch gedacht auf ewig kämpfen zu müssen und nichts zurückzubekommen. Ich habe die Person, die ich bedingungslos liebte verloren und war in meiner anderen Beziehung einsamer als ich es hätte allein sein können. Ich hätte auf SIE damals hören sollen. Sie meinte, ich solle einfach alles hinschmeißen und glücklich werden. Sie war selbstlos und wollte, dass ich um Alles in der Welt glücklich werde. Ich danke ihr dafür. Vielleicht hätte ich vor Monaten schon auf sie hören sollen, vielleicht aber auch nicht. Es war gut diesen Schmerz zu empfinden um daran zu reifen. Schließlich scheine ich ja doch wieder glücklich zu werden.

Ich suche Kontakt zu denen, die mir gut tun und trenne mich von all dem "Schlechten". Das ist als harmoniesüchtiger Mensch nicht immer leicht, aber ich merke langsam wie es mich befreit.

Ich verbinde mich mit dem, was mich vor einiger Zeit zwar verletzt hat, aber ohne das ich nicht glücklich sein könnte. So habe ich unter anderem auch zu meiner Jugendliebe zurück gefunden. Es war mit 12 Liebe auf den ersten Blick. Wir haben uns nach der Beziehung etwa 7 Jahre aus den Augen verloren, auch wenn wir ab und an geschrieben haben. Wir hatten jetzt schon länger wieder Kontakt und es tat mir einfach gut in seiner Nähe zu sein. Ich bin verliebt - Es hat mich richtig erwischt. Auch wenn meine Gefühle zur Zeit ein wenig kompliziert sind... Er ist wieder Inhalt meines Lebens geworden. Er hat alles geändert.
Meine Freundin hatte es mir prophezeit, aber ich glaubte erst nicht daran. Ich wollte keine Gefühle zulassen, weil ich insgeheim wusste, wenn ich etwas empfinde ist es aus mit der anderen Beziehung, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte. Als ich dann aber "frei" war machte ich mir langsam Gedanken über die Romantik, die es zu sein schien. Es bewahrheitete sich. Es ist extrem schön zu wissen, dass wir uns damals zwar verloren haben, aber unsere Herzen wieder zu einander fanden.
Es ist ein schönes Gefühl, diese Romantik in dieser harten Welt spüren zu können. Er wirft mich aus der Bahn und lässt mich alles herum für eine Weile vergessen. Es fühlt sich gut an. Danke auf diesem Weg an Alle, die mich dabei unterstützt haben und woll(t)en, dass ich glücklich werde.

Ich werde meine Liebe weiter mit meinen liebsten Menschen teilen können, auch wenn es jetzt erst einmal nur eine Person an meiner Seite gibt.
Ich hinterfrage nicht einmal, ob es richtig ist, Es fühlt sich einfach richtig an. <3

Ich habe ihn damals gehen lassen, aber er kam zurück. Jetzt gehört er mir - für immer. Egal in welchem Status, aber er gehört in mein Leben und dort möchte er freiwillig sein.

Du und ich - ab jetzt für immer!

Freitag, 29. Januar 2016

Gefühllose Leere - Hoffnung

Gefühllose Leere

Seit einiger Zeit fühle ich mich wie auf Eis gelegt.
Ich laufe wieder alleine durch die Welt.
Herum irrend, nach meinen Gefühlen suchend und allein.
Ich finde keine Worte mehr, die ansatzweise beschreiben können, was ich fühle.

Ich bin nicht unglücklich, nicht einsam.
Aber ich bin auch sehr weit davon entfernt, glücklich zu sein und allein gut zurecht zu kommen.
Es fühlt sich wie eine Leere an.
Irgendwann wird sie von einem Gefühl so stark eingeholt wird, dass es extrem schmerzt.

Ich könnte es ändern, aber dafür bin ich Moment zu schwach.
Allerdings fühle ich mich stärker als je zuvor.
Ich sage etwas, obwohl ich schweigen sollte. Ich schweige, wo ich reden sollte.
Lasse keine Nähe zu und wünsche mir doch nichts mehr.

Gleichzeitig empfinde ich Ungerechtigkeit.
Ich habe immer versucht, mich in der Beziehung korrekt zu verhalten. Es ging auseinander.
Und ich konnte nichts tun.
Ich habe es nicht mitbekommen und ich konnte es nicht verhindern.

Ich rede mir ein, nicht genug getan zu haben. Aber was hätte ich machen können?

Ich fühle mich im Stich gelassen. Bestraft dafür, dass ich so sanft bin. So gefühlvoll. So verliebt.

Ich empfinde wieder etwas. Nach der ersten Trennung war das nahezu unmöglich. Irgendetwas zu spüren. Ich wollte merken, dass ich noch am Leben bin. Dass ich fühle. Aber nichts passierte. Abgewandt von jedem Gefühl zerbrach die Beziehung von der ich mir so viel erhofft hatte. Ich hatte versucht immer da zu sein. Für beide. Und als ich eine Person brauchte, war keiner mehr da.

Meine Romantik. Mein Schmerz. Meine verzweifelte Hoffnung nach Gefühlen.

Der Stress in mir nimmt mir weitere Gefühle. Er stoppt Gedanken, schwächt Empfindungen und raubt mir jegliche Zeit. Gleichzeitig ist es gut so. Ich konzentriere mich recht intensiv auf mich und versuche - wie so oft - zu schauen, was das richtige für mich.

Es ergeben sich neue Wege und neue Möglichkeiten.
Ich freue mich. Ich empfinde Motivation. Selbstverwirklichung. Eine Sehnsucht, die ich mir so lange nicht erfüllte. Auch wenn es schwer wird - ich brauche mich selbst und viel meiner Kraft, aber es wird mich erfüllen.

Hoffnung.