Ich weiß noch nicht, wie das alles enden wird, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe.
Vor einigen Wochen hatte ich dich aufgenommen. Anfangs war ich sehr skeptisch, weil mir einige gesagt haben, dass ich das nicht tun müsste.
Ohne überlegen hatte ich dich zu mir in die Wohnung und somit in meine Privatsphäre gelassen. Mein Freund war nicht so recht begeistert, aber er verstand, dass ich es für meine Familie tun wollte. Ich konnte mir nicht nachsagen lassen, dass ich dir nicht geholfen habe, obwohl ich es gekonnt hätte.
Aber ich gebe zu, ich hatte Angst.
Ich glaube sogar, dass es berechtigt ist. Es ist nicht leicht seine eigene Mutter in deine Beziehung quasi zu integrieren. Es war anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig und auch ein wenig aufreibend, aber ich habe es für dich getan.
Nach ein paar Wochen gewöhnte ich mich daran, aber ich merkte, dass ich mehr und mehr zu Spannungen kam. Ich wollte mich auch nicht daran gewöhnen, weil ich weiß, dass mein Freund das auf Dauer nicht könnte und ich konnte es auch nicht. Es wurde mit einem Mal doch anstrengend. Ich dachte daran, dass ein Ende zu finden sein müsste und bereitete mich darauf vor.
Ich weiß noch nicht, wie das Enden wird, aber ich bin ehrlich stolz auf mich. Ich konnte meiner Familie helfen. Mehr als es selbstverständlich zu sein scheint. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe und trotzdem habe ich Angst. Angst vor dem Ende.
Wirst du es verstehen, dass es nicht mehr geht? Werde ich meine Beziehung ohne einen Streit darüber glücklich halten dürfen? Ich habe Angst vor Vorwürfen. Vorwürfe darüber, dass ich dir nicht ausreichend geholfen habe. Und ja ich habe ein schlechtes Gewissen. Warum? Ich weiß es nicht, denn eigentlich gibt es keinen rationalen Grund. Gefühle sind aber nicht rational.
Was wenn du das nicht verstehen kannst? Was wenn wir uns streiten? Werde ich trotzdem ein Danke hören oder wird diese Zeit nachträglich doch so einiges kaputt machen? Davor habe ich am Meisten Angst. Wie gesagt, ich hoffe, dass du es einfach verstehen kannst und ich dir nicht auf Dauer helfen kann. Ich habe mein eigenes Leben und muss mich darum kümmern.
Vielleicht klingt das alles ziemlich hart. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich merke nur, dass es mich wirklich beschäftigt und mich anfängt langsam zu zermürben und das musste ich beenden. Ich brauche klare Verhältnisse.
Ich wünsche uns einen angenehmen Übergang.
Danke Mami!
PS: Ich bin stolz auf mich. Sei du bitte dankbar. Mehr brauche ich nicht.
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