Mittwoch, 8. Februar 2017

Das unebene Bett

Ich lege mich mit meiner Liebe in das Bett. Wir müssen morgen früh raus und wollen schlafen. Ich kann noch nicht... Ich weiß nicht wie ich liegen soll.

Seit Wochen diese Schmerzen. Ich bewege das Kissen unter meinem Knie und hoffe, dass es jetzt geht. Ich bin zu hibbelig. Er dreht sich auf die Seite. Dreht sich weg von mir. Auch er hat Knieschmerzen und kann anders nicht liegen.
Ich kraule seinen Kopf, damit ich mich beruhige. Seine weichen Haare sind so sanft wie Watte. Es beginnt mich runter zu bringen.
Autsch. Mein Knie meldet sich. Ich kann nicht auf dieser Seite liegen. Es schmerzt.
Moment... Ist die Matratze uneben? Es fühlt sich am als wären da lauter Hügel auf denen ich liege. Ich bemerke nun aber, dass mein Knie dick ist. Das ist es, was wirklich hügelig ist. Ich verzweifle. Schon wieder muss ich mich umdrehen. Ich weiß nun echt nicht mehr, wie ich liegen soll.

Ich lege mich auf den Rücken. Für mich die unsschönste Liegeposition.
Ich fange an nachzudenken. Ich bin deprimiert, weil es jeden Abend das selbe ist. Ich habe mittlerweile keine Lust mehr auf mein Bett. Dabei habe ich es noch vor zwei Monaten geliebt. Es ist schrecklich.
Und wieder holt mich der Schmerz aus meinen Gedanken. Diesmal das andere Knie. Seit ein paar Tagen ist es nun auch dieses Knie.

Mal wieder bin ich den Tränen nahe. Ich konzentriere mich jetzt auf seine Atmung. Er schläft jetzt bestimmt schon seit einer dreiviertel Stunde. Wieder beruhigt er mich. Ich drehe mich nocheinmal um und schlafe langsam ein.

Weckerklingeln. Sein Wecker. Meine Schmerzen. Und wieder eine Nacht nach der man sich nicht auf das Bett an Abend freut. Aber er wird wieder darin sein und mich beruhigen. Im huckligen Bett. Das wird schon. Durchhalten.

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