Momentan bin ich wieder in der Zeit des Prüfungsstresses angekommen. Seit dem Studium weiß ich gefühlt erst, was es bedeutet Stress zu empfinden. Zumindest war das vorher oft nur eine Abstufung von dem aktuellen Lernstress.
Zu den kognitiven Mehranforderungen im Studium bleibt die nicht all zu rosige Vergangenheit und Situation um "Verflossene" weiter bestehen. Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass meine Situation aus mehr Lernstress, den gleichen persönlichen Problem besteht und noch ein paar stressige Planungen bezüglich eines Lebenstraums dazukommen, hätte ich sämtliche Hoffnungen verloren. Nun ist jedoch eine Sache anders...
Ich bin in einer glücklichen Beziehung, die so rein ist, wie ich es selten empfinden konnte. Ich war lang auf der Suche nach dem Gefühl und der Intensität, wie ich sie jetzt empfinde. Es ist, als wäre jede Beziehung nicht genug gewesen und ich hatte Anforderungen, die nicht zu erfüllen gingen. Ich gab fast schon auf an die perfekte Beziehung zu glauben.
Aber: Es fühlt sich endlich so an.
Ich kann sein, wer ich bin. Ich kann weinen, zicken, überdreht sein, verspielt und verschmust. Es wird ihm nicht genug. Ich fühle mich leicht, weil ich nicht mehr zurückstecken muss. Ich brauche keine Seiten an mir verstecken, Angst vor Reaktionen haben oder mir Vorstellen, wie es sein würde wenn... Das "wenn" ist da.
Jetzt könnte man denken, dass er einfach alles für mich macht und sich damit selbst zerstört. Jedoch ist er glücklich und fühlt sich seinerseits vollständig. Der ganze Kitsch um eine perfekte Beziehung entrinnt ihm ohne Anstrengung. Er merkt nicht einmal, wie süß er ist. Er ist einfach glücklich.
Mir wurde letztens gesagt, dass wir uns gegenseitig verändert haben. weiterentwickelt. Wir sind zusammengewachsen, können aber noch immer eigenständig sein. Zusammen stark, aber nur weil wir uns selbst gestärkt haben.
Diese Beziehung bildet den bedeutenden Unterschied zu so ziemlich jeder Zeit davor. Ich kann verarbeiten, weil ich weinen kann. Immer und immer wieder. Ich kann sein, wie auch immer ich bin. Und das macht mich glücklich. Es ist in gewisser Weise der Schlüssel zu meiner Leichtigkeit.
Ich habe Stress und nach wie vor die Angst zu versagen. Ich kann mich nicht durchringen, eine perfekte Lernerin zu werden, aber ich bin glücklich. Und das ermöglicht es mir wiederum etwas Motivation für die Bewältigung einer jeden Situation zu finden.
Es gibt nur einen Nachteil: Die Zeit rennt wenn man glücklich ist. So ist man gefühlt noch mehr Stress ausgesetzt, aber mit ihm funktioniert auch das. Er macht mich glücklich und lässt auch im Stress noch glücklich sein.
PS: Nicht zu vergessen sind die Menschen, ohne die ich nicht könnte. Das ist nicht nur er. Auch meine Freunde unterstützen mich - wie eh und je -. Das ist aber nicht selbstverständlich. Also möchte ich ihnen hiermit danken, dass sie immer da waren, da sind und da sein werden. Danke! Ihr macht mich natürlich auch glücklich <3
Persönlicher Tagebuch-Blog von jeuneetbelle Es sind hauptsächlich persönliche Eindrücke und Erlebnisse geschildert. Ich lade jeden ein, der sich hier rauf verirrt hat oder bewusst gesucht hat, mir Kommentare zu schreiben oder einfach stiller Leser zu sein. Viel Erfolg beim Lesen!
Donnerstag, 16. Juni 2016
Samstag, 4. Juni 2016
Ein letzter Brief - ein letztes Mal
Hallo J.,
es ist einige Zeit seit unserem letzten Treffen vergangen. Ich denke ziemlich oft an dich, aber ich vermute, dass es bei dir eher nicht so ist. Und es wäre okay. Ich habe nicht besonders gut verarbeiten können, möchte es aber gern erreichen.
Ich habe einige Sachen auf dem Herzen und würde dich gern noch einmal sehen bevor ich ein halbes Jahr weg bin. Du bist mir wichtig gewesen.
Ich möchte mich gern verabschieden und eine letzte Aussprache veranlassen. Mir liegt sehr viel daran, dass du es vorher weißt und ich dich nicht so überfordere, wie ich es das letzte Mal wohl getan haben muss.
Du kanntest mich gut und kannst mich wahrscheinlich immer noch durchschauen wie ein offenes Buch. Du könntest mir vielleicht ein paar deiner Gedanken verraten. Es könnte mir helfen.
Ich könnte es verstehen, wenn du mich nicht treffen möchtest. Schließlich haben wir eigentlich nichts miteinander zu tun. Jeder hat inzwischen sein eigenes Leben weiter gelebt. Wir haben uns mehr entfernt und immer weniger gemeinsam. Auch das hilft. Ich wäre aber sehr froh wenn wir einiges besprechen könnten.
Vielleicht sind meine Ängste auch wieder größer als sie sein müssten. Du bist immer höflich und möchtest nie jemanden verletzen. Das schätze ich sehr und hoffe ein wenig darauf.
Es wäre schön wenn du mir zurückschreiben könntest, damit ich weiß, ob du überhaupt Interesse an einem Treffen hast.
Liebe Grüße
es ist einige Zeit seit unserem letzten Treffen vergangen. Ich denke ziemlich oft an dich, aber ich vermute, dass es bei dir eher nicht so ist. Und es wäre okay. Ich habe nicht besonders gut verarbeiten können, möchte es aber gern erreichen.
Ich habe einige Sachen auf dem Herzen und würde dich gern noch einmal sehen bevor ich ein halbes Jahr weg bin. Du bist mir wichtig gewesen.
Ich möchte mich gern verabschieden und eine letzte Aussprache veranlassen. Mir liegt sehr viel daran, dass du es vorher weißt und ich dich nicht so überfordere, wie ich es das letzte Mal wohl getan haben muss.
Du kanntest mich gut und kannst mich wahrscheinlich immer noch durchschauen wie ein offenes Buch. Du könntest mir vielleicht ein paar deiner Gedanken verraten. Es könnte mir helfen.
Ich könnte es verstehen, wenn du mich nicht treffen möchtest. Schließlich haben wir eigentlich nichts miteinander zu tun. Jeder hat inzwischen sein eigenes Leben weiter gelebt. Wir haben uns mehr entfernt und immer weniger gemeinsam. Auch das hilft. Ich wäre aber sehr froh wenn wir einiges besprechen könnten.
Vielleicht sind meine Ängste auch wieder größer als sie sein müssten. Du bist immer höflich und möchtest nie jemanden verletzen. Das schätze ich sehr und hoffe ein wenig darauf.
Es wäre schön wenn du mir zurückschreiben könntest, damit ich weiß, ob du überhaupt Interesse an einem Treffen hast.
Liebe Grüße
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