Werde ich langsam paranoid? Ich sehe dich in so vielem, obwohl ich genau weiß, dass du nicht da bist und es wahrscheinlich auch nicht mehr seid wirst.
Gestern saß ich in der Mensa der Uni und habe einen großen Mann gesehen. Blond, schlank und eine nette Aura. Er hatte deine Augenform, aber ansonsten sah er dir nicht ähnlich. Glatte und keine gelockten Haare, eine zu lange und zu spitze Nase, ... Und trotzdem erinnert er mich an dich. Ich sehe ihn jetzt immer öfter. Er ist auch erst seit diesem Semester an der Uni. Ich sehe ihn und bekomme Gänsehaut. Ich denke an dich und vermisse dich. Dennoch weiß ich, dass ich das nicht sollte. Dich zu vermissen schmerzt und macht mich traurig. Ich kann mich zur Zeit immer weniger von den Gedanken ablenken.
Ich denke an dich bei jedem Tee, den ich trinke. Es erinnert mich an das letzte Mal als ich dich sah. Bei jedem Früchtetee sehe ich die damalige Situation vor meinen Augen. Ich spüre meine Aufregung und mein Zittern - deine netten tröstenden Worte. Aber was stand hinter ihnen? NICHTS.
Nach außen bist du immer sehr höflich und zuvorkommend. Wohlerzogen eben. Aber wenn man nicht da ist distanzierst du dich und es wird dir egal... Nicht, dass du falsch oder hinterlistig bist.
Ich erkundige mich nach dir. Ich verfolge dich schon fast und trotzdem weiß ich gefühlt nichts mehr über dich. Ab und an bekomme ich Informationen - Ich sehe es bei den sozialen Medien. Ich führe auch Gespräche über dich und merke, wie unwichtig ich dir geworden bin. Ich fühle mich wie eine Stalkerin. Verzweifelt nach Informationen und Interesse von dir suchend.
Ich schreibe dir - mehrmals - und du merkst, dass ich ein wahres Interesse an dir habe, auch nach 2 Jahren ohne Kontakt. Dir ist es egal. Zwar sagst du nicht, dass ich dich nerve, aber du schreibst auch nur ganz knapp zurück - wenn überhaupt. Dir ist bewusst, dass du unfair bist und es ist dir egal. Dir wird gesagt, dass du doch aufhören sollst so stur zu sein - dir ist es egal. Ich interessiere dich nicht mehr.
Ich frage mich was passiert, wenn ich auf einmal nicht mehr da bin. Wenn ich nicht mehr schreibe und du auch keine Informationen mehr über mich erhältst. Was ist dann? Würdest du dich sorgen?Wirst du mich einen Tag vermissen? Wirst du auch nur eine Minuten an mich denken?
Ich glaube nicht.
Für mich fühlt es sich an als wäre es gestern gewesen. Der Tag an dem du gegangen bist. Ja ich habe EINEN Fehler gemacht. Es tut mir leid. Ich kann dir nicht beschreiben wie sehr!! Und wenn ich es rückgängig machen könnte, würde ich es wahrscheinlich tun. Aber was dann? Dann findest du andere Gründe um weniger Menschen um dich herum zu haben. Ich habe wahrscheinlich schon immer mehr in diese Freundschaft gesteckt als du. Ich weiß es nicht.
Es sind so viele offene Fragen und ich würde sie gern beantwortet haben.
Es ist mein tiefster Wunsch, dich noch einmal geplant zu sehen und mich mit dir auszusprechen. Wir könnten uns in einem neutralen Raum treffen und alles besprechen, was zwischen uns stand und steht. Unserer (besten) Freundschaft eine letzte Chance geben und sehen ob es funktioniert.
... Wunschdenken ... Und dennoch macht es mich so fertig.
Du machst mich fertig. Die Gedanken an dich. Werde ich jemals über dich hinwegkommen?
ICH VERMISSE DICH.
Persönlicher Tagebuch-Blog von jeuneetbelle Es sind hauptsächlich persönliche Eindrücke und Erlebnisse geschildert. Ich lade jeden ein, der sich hier rauf verirrt hat oder bewusst gesucht hat, mir Kommentare zu schreiben oder einfach stiller Leser zu sein. Viel Erfolg beim Lesen!
Freitag, 29. April 2016
Mittwoch, 20. April 2016
Damit man in eine Gesellschaft passt - Sei nicht besonders!
Höher, schneller, weiter. Das ist es, was die Gesellschaft von uns fordert. Wir sollen denken, dass wir es selbst so wollen. Wir wollen auf der Karriereleiter höher steigen, uns schneller entwickeln, damit wir möglichst weit in unserem Leben kommen.
Wir leben in einer sehr schnellen Gesellschaft. Man schaut nach vorn und es sieht sonnig aus. Man kommt an einem Baum vorbei, der uns begeistert. Der Strom zieht uns weiter. Wir drehen uns um, damit wir diesen Baum beobachten können und schauen einen Moment zurück. Wir schauen nach vorn und auf einmal sind da Gewitterwolken. Aus der Sonne wurde ein Unwetter. Aus dem Nichts. Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass sich alles so schnell verändert und man kaum noch einen Moment genießen kann.
Ich bin im (einzelnen) Moment glücklich. Ich habe mich verliebt und bin bereit, mich nicht der kommodifizierten Liebe zu unterwerfen. Ich bin aber auch bereit zu "funktionieren" und studiere. Ich passe mich in ein System ein, das uns in eine bestimmte Form pressen will. Auf die Dauer brauche ich aber Momente, die mich glücklich machen und mich den einzelnen Moment genießen lassen. Die Momente abseits des "Müssens" erfüllen mich mit Glück. Diese Auszeiten nehme ich mir, denn ich muss mein Leben leben und kein Anderer. Ich möchte mit meinem Leben zufrieden sein und ich werde alles dafür tun der Glücksarmut der Gesellschaft zu entkommen.
Wir leben in einer sehr schnellen Gesellschaft. Man schaut nach vorn und es sieht sonnig aus. Man kommt an einem Baum vorbei, der uns begeistert. Der Strom zieht uns weiter. Wir drehen uns um, damit wir diesen Baum beobachten können und schauen einen Moment zurück. Wir schauen nach vorn und auf einmal sind da Gewitterwolken. Aus der Sonne wurde ein Unwetter. Aus dem Nichts. Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass sich alles so schnell verändert und man kaum noch einen Moment genießen kann.
Damit man in die Gesellschaft passt - Sei nicht besonders!
Man wird erwachsen und muss sich sofort nach der Schule für einen Job entscheiden,
Man wird erwachsen und muss sich sofort nach der Schule für einen Job entscheiden,
die Ausbildung machen und dann arbeiten, damit man Geld verdient.
Damit man in die Gesellschaft passt.
Man ist traurig und unsicher und muss sich schnell wieder fangen,
damit man nicht als depressiv gehalten wird. Wir sollen funktionieren.
Damit man in die Gesellschaft passt.
Man soll nach vorne Blicken - in Zielen denken,
um etwas zu erreichen und weiter zu kommen.
Damit man in die Gesellschaft passt.
Man soll im Leben wissen, wo man in etwa hin möchte,
da einem sonst viele Wege verschlossen werden. Man soll reif sein.
Damit man in die Gesellschaft passt.
Aber was, wenn ich das alles nicht will?
Was wenn ich anders bin?
Was wenn ich anders bin?
Ich möchte mich selbst finden und brauche womöglich meine Zeit.
Ich möchte mich ausprobieren und auch mal scheitern dürfen.
Ich möchte besonders sein.
Ich möchte besonders sein.
Ich möchte weinen und frustriert sein können, weil mich diese Gesellschaft stresst.
Ich möchte mich über längere Zeit zurück ziehen, weil ich mich kennen möchte.
Ich möchte in keine Form passen - sondern nur ich selbst sein.
Ich möchte nicht immer nach vorn blicken - viel mehr den Moment genießen.
Ich möchte mich verlieben und damit glücklich sein.
Ich möchte nicht nach viel Streben - sondern mit dem Einzelnen glücklich sein.
Ich möchte etwas erleben und nicht einem vorgetretenem Weg folgen.
Ich möchte mich verirren und wieder ganz von vorn beginnen können.
Ich möchte von etwas Besonderem träumen dürfen.
Träumst du mit mir - auch wenn dich die Gesellschaft verurteilt?
Hast du den Mut anders zu sein?
Nein?! - Dabei denken doch viele so frei...
Hast du den Mut anders zu sein?
Nein?! - Dabei denken doch viele so frei...
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